Kein Durchkommen

Straßenmeisterei erneuert Kanalbrücke und sperrt die Kreisstraße nach Westerholz

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Der Bagger steht schon bereit: Am Mittwoch ist die Straße über dem Westerholter Kanal aufgerissen worden. Die darunter befindliche Brücke muss erneuert werden.

Rotenburg/Westerholz - Von Farina Witte. Derzeit wird es in und um Rotenburg eng. Zahlreiche Baustellen, an denen in diesem Sommer gearbeitet wird, sorgen für erhebliche Verkehrsprobleme. Allen voran gehört dazu die Sanierung der Bundesstraße 75 zwischen Rotenburg und Scheeßel. Dort haben gerade erst die Arbeiten an dem zweiten Bauabschnitt begonnen. Einige Kilometer weiter ist seit Mittwoch eine weitere Vollsperrung eingerichtet worden: Auf der Kreisstraße 219 zwischen Rotenburg und Westerholz wird die Brücke über dem Westerholzer Kanal erneuert.

Am Mittwochvormittag herrscht noch relativ viel Verkehr auf der Strecke zwischen Rotenburg und Westerholz, dabei weist schon kurz hinter der Auffahrt zur B 75 Richtung Scheeßel ein Schild auf die Baustelle hin. Die meisten fahren trotz des Zusatzes „Anlieger bis Baustelle frei“ weiter. Die Verkehrsteilnehmer, die am Mittwochvormittag dort lang fuhren, hatten noch Glück und konnten die Baustelle einspurig passieren. Doch schon am Mittag hat die ausführende Baufirma Spieker mit dem Aufreißen des Asphalts begonnen.

Im nächsten Schritt werden die Arbeiter dann die unter dem Straßenbelag befindliche Brücke abreißen. Deren Zustand über dem Westerholzer Kanal ist nicht mehr gut, sie wurde 1951 gebaut. Die neue Brücke soll dann insgesamt mehr Platz einnehmen. Während die jetzige zwei Meter breit ist, plant das Straßenbauamt des Landkreises, die neue auf vier Meter zu vergrößern. „Dann können zum Beispiel auch Otter unter der Brücke hindurch“, erklärt Andreas Kuhs von der Straßenmeisterei.

Sobald die alte Kanalbrücke abgerissen worden ist, folgt der Neubau und anschließend der Fahrbahnaufbau der Kreisstraße. Bei der Maßnahme wird auch der Radweg berücksichtigt. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass sie vor Weihnachten fertig werden. Ob ein Abschluss bis zum Dezember gelingt, hänge auch auch vom Wetter ab.

Für die neue Brücke zahlt auch das Land eine hohe Summe

Die aufwendige Brückenerneuerung kostet 425.000 Euro, wobei der Landkreis nicht die komplette Summe zahlen muss. „60 Prozent übernimmt das Land Niedersachsen“, erklärt Frauke Bargmann von der Straßenmeisterei Rotenburg. Die Fördermittel des Landes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden waren auch der Grund, weshalb die Baumaßnahme nicht weiter verschoben werden konnte. „Sonst hätten wir keine Förderung mehr bekommen“, so Bargmann.

Deshalb sei man bereits jetzt gestartet, auch wenn zeitgleich noch die Sanierung der B71 zwischen Rotenburg und Mulmshorn und der B75 zwischen Rotenburg und Scheeßel läuft. Dadurch weichen viele Autofahrer momentan auf umliegende Strecken aus. 

Die Straße zwischen Westerholz und Rotenburg ist allerdings keine ausgewiesene Umleitung für die gesperrte Bundesstraße, betont Kuhs. Der Verkehr wird in dem Fall über Scheeßel umgeleitet. „Das haben wir vorab mit dem Land so abgesprochen.“ Der Landkreis leitet den Verkehr der K 219 von Westerholz über Jeersdorf um.

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