Kantor-Helmke-Schule zeigt Theaterstück über sexuellen Missbrauch an Kindern

Von Scham, Schuldgefühlen und dem Ruf nach Hilfe

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Schulsozialarbeiterin Antje Inderdohnen (v.l.), Rektorin Catrin Cramme und Roland Friedrichsen vom Förderverein hoffen auf viele Besucher.

Rotenburg - Von Elisabeth Hintze. Ein sensibles Thema, dessen sich die Kantor-Helmke-Schule in Rotenburg angenommen hat: Das Holzwurm-Theater Winsen führt dort das Stück „Sascha – Bis hierhin und nicht weiter“ auf. Darin geht es um den sexuellen Missbrauch an Kindern. Geplant sind drei Vorstellungen – zwei interne für alle Viertklässler der Stadt sowie eine öffentliche für die Erwachsenen.

Sascha wird von seinem Onkel körperlich bedrängt. Er versucht, sich seinen Bezugspersonen mitzuteilen, wird aber zunächst nicht verstanden. Immer mehr zieht sich der Junge zurück, rutscht ab in ein Gefühlschaos aus Unsicherheit, Scham und Schuldgefühl. Erst als sich die bedrückende Situation immer mehr zuspitzt, wird sein Umfeld auf seine versteckten Hilferufe aufmerksam.

So lautet der Inhalt des interaktiven Stückes „Sascha – Bis hierhin und nicht weiter“, das die Kantor-Helmke-Schule am Mittwoch, 17. Juni, um 19 Uhr für alle Interessierten zeigt. Das Holzwurm-Theater Winsen führt das Stück auf, mit Unterstützung des Präventionsrates der Stadt Rotenburg, dem Landkreis sowie den Fördervereinen der beteiligten Schulen.

„Die 220 Viertklässler aller Grundschulen der Kreisstadt sehen sich das Stück an“, erzählt Catrin Cramme, Rektorin der Kantor-Helmke-Schule. „Wir wollen unsere Kinder stark machen. Sie sollen auf ihre eigenen Gefühle vertrauen.“ Das Thema sei sehr sensibel, sagt auch Schulsozialarbeiterin Antje Inderdohnen. Sie hatte das Stück im vergangenen Jahr während des Polizei-Präventionstages gesehen und daraufhin angeregt, es auch in Rotenburg zu zeigen. „Oftmals spricht keiner darüber, dabei kann sexueller Missbrauch auch in der direkten Nachbarschaft stattfinden.“ Die Mädchen und Jungen sollten verstehen, dass sie Hilfe bekommen, wenn sie darum bitten. Das lernt auch Protagonist Sascha. Inderdohnen mag das Ende des Stückes noch nicht verraten, nur soviel: „Sascha wird geholfen.“

Die Abendaufführung am 17. Juni ist öffentlich für alle Interessierten. Der Eintritt kostet drei Euro.

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