Jahreshauptversammlung der ARS

Kampfstimmung bei Rotenburger Sportvereinen

Rolf Ludwig will gemeinsam mit dem Kreissportbund ständige Erhöhung der Verbandsbeiträge stoppen. - Fotos: Goldstein

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Die Vorstände der 39 Vereine, die der Arbeitsgemeinschaft Rotenburger Sportvereine (ARS) angehören, haben von den ständig steigenden Verbandsbeiträgen die Nase gestrichen voll. Das war auf der Jahreshauptversammlung am Dienstagabend in den Räumen der Stadtwerke mehr als deutlich zu spüren.

„Allein in den vergangenen sechs Jahren hat sich der Beitrag an die Landesverbände verdoppelt“, empörte sich der ARS-Geschäftsführer Rolf Ludwig  über die rund 150.000 Euro, die von den Mitgliedsbeiträgen aufgebracht werden müssten. Das könne nicht so weiter gehen. Deshalb versuche die ARS gemeinsam mit dem Kreissportbund in den kommenden Monaten Lösungen zu finden, die das Ziel haben, jene Beiträge zu mindern. Der Rotenburger Ski-Club habe bereits die Konsequenzen gezogen und sei aus seinem Verband ausgetreten, so Ludwig. Den Clubs stehe das Wasser sowieso schon bis zum Hals, erklärte Ludwig in seinem Geschäftsbericht. Insgesamt 358 bezahlte Trainer (Übungsleiter mit und ohne Lizenz) sind für den Rotenburger Sport tätig. Hinzu kommen noch die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder. Insgesamt sind rund tausend Ehrenamtliche in Sachen Sport eingesetzt, die aktuell 10 225 Mitglieder betreuen. Dadurch entstehen den Vereinen insgesamt rund eine Million Kosten für die Übungsleiter- und Helfervergütungen (600 000 Euro), Fahrtkosten (250 000 Euro) sowie die Verbandsbeiträge (150 000 Euro). Hinzu kommen noch die Verwaltungskosten der Vereine von rund 50 000 Euro, so der ARS-Chef.

Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD) zeigte in seinem Grußwort zu Beginn der Versammlung viel Verständnis für den Hilferuf der Vereinsvorstände und sendete positive Signale aus, dass bei Antragstellung die Bar-Bezuschussung der Stadt um 10 000 Euro erhöht werden könne. Im späteren Verlauf der Versammlung setzten die Mitglieder den Vorschlag um und beschlossen, dass der Vorsitzende Ludwig einen ansprechenden Antrag definieren solle. Damit würden der Arbeitsgemeinschaft für 2016 immerhin 58 000 Euro zur Verteilung an die Vereine zur Verfügung stehen. Das Verteilen der Mittel an die Vereine verlaufe im Übrigen problemlos, hieß es.

Zuvor bestätigte die Versammlung den Vorstand und den Beirat erneut im Amt: Geschäftsführer Rolf Ludwig, Stellvertreter Friedhelm Michel, Schriftwartin Rita Toll, Beisitzer Rolf Brüggen und Peter Meyer. Zusätzlich wählte die Versammlung den Soldaten der Lent-Kaserne, Carsten Kahle, als Berater in den Vorstand. Er soll die Verbindung der ARS zu den Soldaten der Kaserne optimieren. Ludwig lobte in seinem Geschäftsbericht die Breitensportarbeit der Vereine, besonders die des Kneipp-Vereins. Die Integrationsarbeit in Rotenburg sei beispielhaft.

Gerd Hachmöller berichtet über die Flüchtlinge.

In einem Referat beleuchtete Gerd Hachmöller, Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung im Kreishaus, die Integrationsmöglichkeiten von Flüchtlingen in Vereinen. „Die Flüchtlinge sollten finanziell in der Lage sein, die Vereinsbeiträge zu zahlen“, erklärte er und belegte dies mit Zahlen. Wie auch bei Hartz- IV-Empfängern haben die Kinder der Flüchtlinge das Anrecht auf das Bildungs- und Teilhabe-Paket und zahlen keinen Beitrag. Anträge auf Leistungen aus dem Paket könnten entweder beim Jobcenter oder beim Sozialamt gestellt werden. Diese Leistungsanträge des Bildungspaketes werden für Leistungsberechtigte nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II/Sozialgeld, Hartz IV) im Jobcenter bearbeitet. Die übrigen Anträge auf Gewährung von Leistungen für Bildung und Teilhabe werden im Sozialamt bearbeitet, hieß es.

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