Juwelier Maasch in Rotenburg öffnet nach Überfall wieder

Von den Juwelenräubern fehlt noch jede Spur

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Am Donnerstag war das Juweliergeschäft wieder geöffnet. Inhaberin Renate Maasch stand wieder selbst hinterm Tresen.

Rotenburg - Die Juwelenräuber von Rotenburg sind weiter auf der Flucht. Bis Donnerstagabend gab es „noch keine heiße Spur“, bestätigte Polizeisprecher Heiner van der Werp. Die beiden Täter hatten das Juweliergeschäft mitten in der Rotenburger Fußgängerzone am Mittwochmittag überfallen und den Safe leergeräumt.

Was sie gestohlen haben und welchen Wert die Beute hat – dazu schweigt die Polizei. Nur so viel: „Sie wussten ganz genau, was sie mitnehmen müssen und was nicht“, sagt van der Werp. Auch die Flucht sei offensichtlich genau geplant gewesen, denn dass zwei Täter am helllichten Tag unerkannt aus der belebten Fußgängerzone flüchten können, sei bemerkenswert: „Der ganze Überfall ist ungewöhnlich“, so der Polizeisprecher. „Das waren keine Amateure.“

Nachdem die Tatortgruppe der Rotenburger Polizei am Mittwoch stundenlang Spuren im Geschäft gesichert hat, wird nun nach Zusammenhängen mit anderen Taten gesucht. Eine Verbindung mit dem Überfall auf einen Juwelier in Scheeßel im November „liegt nahe“. Eine signifikante Erhöhung solcher Taten in der Region sei entgegen einiger Spekulationen aber nicht zu beobachten, heißt es bei den Ermittlern.

Die mit Wollmützen und hohen Kragen vermummten Männer hatten Geschäftsfrau Renate Maasch, die zu diesem Zeitpunkt alleine im Laden war, mit einer Schusswaffe gezwungen, den Safe zu öffnen. Zudem war sie gefesselt worden. Polizeisprecher van der Werp lobte ihr Verhalten bei dem Überfall: „Sie hat alles richtig gemacht und nicht die Heldin gespielt.“ Deswegen sei sie auch nicht allzu grob angegangen worden.

Die Juwelierin stand am Donnerstag nach dem Schock vom Vortag auch schon wieder selbst hinterm Verkaufstresen. Und ihr war es wichtig, sich mit einem deutlichen Appell an die Kollegen zu richten: „In einer solchen Situation sollte man einfach nur das tun, was die Täter von einem verlangen.“ Genau das habe sie gemacht. Und so sei sie mit leichten Blutergüssen davon gekommen. Schaden entstand lediglich im materiellen Bereich. Und sie glaubt, dass es ihr helfe, gleich am nächsten Tag wieder selbst im Laden zu stehen – das ist ihre Art, diesen Überfall zu verarbeiten.

Hinweise erbittet die Polizei weiter unter 04261/9470.

mk/men

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