Ehrung am 11. September

Vor der Vergabe des Rotenburger Wirtschaftspreises: Die Jury hält dicht

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Heiko Kehrstephan (v.l.), Volker Eichler, Frank Westermann, Marion Bassen und Bernadette Nadermann freuen sich auf die sechste Verleihung des Rotenburger Wirtschaftspreises.

Rotenburg - Von Guido Menker. Die Jury des Rotenburger Wirtschaftspreises bittet die Presse zum Gespräch. Das dauert eine halbe Stunde. Zeit genug also. Doch die entscheidende Frage wollen die Mitglieder des Gremiums einfach nicht beantworten: An wen geht der Preis in diesem Jahr? Da hilft kein Nachfragen und kein Bohren – die Jury hält dicht. Und daran werde sich auch bis zum 11. September nichts ändern. Erst dann nämlich will sie die Katze im Rahmen der Preisübergabe von 19 Uhr an im Rathaus aus dem Sack lassen.

Und doch gibt es aus Sicht derer, die sich seit Anfang dieses Jahres mit dem Wirtschaftspreis befassen, einiges zu berichten. 20 Vorschläge habe es diesmal gegeben. Ein Rekord. Die Jury und auch die Initiatoren fühlen sich bestätigt. „Wir sind mit der Ausbeute sehr zufrieden“, sagt Marion Bassen als Vorsitzende des Rotenburger Ausschusses für Wirtschaftsförderung.

Nicht nur die Zahl der Vorschläge sei gestiegen, fügt die Erste Stadträtin Bernadette Nadermann hinzu. Es seien unter den Vorschlägen auch deutlich mehr gewesen, die die Kriterien erfüllen. Ausgezeichnet werden soll ein Unternehmen, das durch ein herausragendes Wirken zum positiven Image des Wirtschaftsstandortes Rotenburg beträgt. Durch Innovationen, Ideen, Produkte, Abläufe, soziales Engagement für die Region und auch durch ein gutes Miteinander mit den Kollegen. 

Fünf der 20 Vorschläge kamen in die engere Auswahl. Mindestens zwei Stunden dauerten jeweils die Interviews, mit denen die Jury den Betrieben auf den Zahn fühlte. Grundlage, so Heiko Kehrstephan als Vorsitzender des Rotenburger Wirtschaftsforums, sei ein achtseitiger Fragenkatalog. „Das hat echt Spaß gemacht“, schwärmt nicht nur Volker Eichler von der Sparkasse. Und Ratsherr Heiko Westermann (CDU) unterstreicht: „Dabei guckt man nicht nur auf die Fassade, sondern wirft einen Blick in die Tiefe.“

Der Gewinner bekommt die Wandertrophäe in Form des Rotenburger Stadttors, eine Urkunde und 1 000 Euro. Das Geld geht dann an einen guten Zweck. Alle sind von der Strahlwirkung des Preises überzeugt. Auch von der des Sonderpreises, der in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben wird. Und zwar an einen Betrieb, der mit den Großen nicht mithalten kann, aber dennoch durch seine Wendigkeit überzeugt. Wer das ist? Die Jury schweigt – noch.

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