61 Jung-Gesellen erhalten während einer Feierstunde ihre Qualifikation

Einhelliges Urteil: Freispruch

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Helmut Siegmann und Ingo Düker (v.l.) mit den Gesellen der Tischler-Innung.

Rotenburg - Für 61 Nachwuchshandwerker der Rotenburger Innungen der Baugewerke, Bekleidungshandwerk, Dachdecker, Gebäudetechnik, Kraftfahrzeughandwerk, Maler und Lackierer, Metaller, Tischler und Zimmerer haben sich die Anstrengungen in der Berufsschule und in den Betrieben gelohnt. Mit den Worten: „Hiermit spreche ich Euch kraft meines Amtes frei. Ein jeder jetzt ein Geselle sei“, verkündete der Kreislehrlingswart Hans-Dieter Henke das einhellige Urteil der Prüfungskommission der Kreishandwerkerschaft Rotenburg.

Stolz nahmen die frisch gebackenen Gesellen während einer Feier in der Aula der Berufsbildenden Schulen die Urkunden von den jeweiligen Obermeistern entgegen. Die musikalischen Einlagen des Pianisten Jannis Holsten aus Waffensen verliehen der Veranstaltung einen festlichen Rahmen. Eltern, Angehörige der Absolventen, Lehrer und Ehrengäste aus Politik, Verwaltung, Kirche und Wirtschaft begrüßten den Handwerkernachwuchs beim Einmarsch mit reichlich Applaus. Den jungen Menschen stand die Freude über das erreichte Ziel ins Gesicht geschrieben.

Bevor die Gesellen aber ihre Urkunden in Empfang nehmen konnten, gaben ihnen die Redner noch einige Weisheiten mit auf den Weg. Unter anderem der Kreishandwerksmeister Friedrich Leefers. „Sie sind ab heute Geselle, freigesprochen von allen möglichen Fehlern, die Sie während ihrer Ausbildung gemacht haben“, so Leefers. Es sei nun an der Zeit die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Mit dem Ende der Lehrzeit beginne die aktive Zeit des Lernens. „Nutzen Sie die Chancen und Angebote der Weiterbildung“, riet er weiter. Mit einem Meisterbrief in der Hand sei es möglich, an Niedersächsischen Hochschulen zu studieren.

Leefers nahm auch Stellung zu den neuesten Zahlen der zu erwartenden Flüchtlinge. „Das Rotenburger Handwerk ist gerne bereit, bei der Aufnahme und Integration der Flüchtlinge mitzuhelfen und seinen Teil durch Bereitstellung von Ausbildungsplätzen beizutragen“, erklärte er. Auch Landrat Hermann Luttmann (CDU) nahm das Thema Flüchtlinge auf: „Ich glaube, dass Arbeit die beste Form der Integration ist.“ Er versprach den Handwerkern die Unterstützung des Landkreises für die Umsetzung. Der Kreis werde in diesem Jahr Tausend Flüchtlinge aufnehmen. Die Integrationsfähigkeit des Landkreises mit den Wirtschaftsunternehmen sei groß. „Wir sollten den starken Zustrom von Flüchtlingen auch als Chance begreifen. Er kann mittelfristig dazu beitragen, dem Fachkräftemangel im Handwerk entgegenzuwirken“, erklärte Luttmann. Es gelte, diese Menschen möglichst schnell mit Deutschkursen zu versorgen und ihre Qualifikationsprofile zu ermitteln.

Herausragende Fähigkeiten haben Felix Grollmisch, Ann-Kathrin Bales und Denis Hoops bewiesen. Sie schafften eine glatte Eins in Theorie und Praxis bei der Gesellenprüfung.

go

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