Jürgen Jürgensen und Friedrich Kuhle sollen Ehrenbürgerrechte erhalten

Für die Stadt Rotenburg verdient gemacht

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Jürgensen und Kuhle könnten sich, sofern der Rat dem Vorschlag zustimmt, in die Riege der Ehrenbürger einreihen.

Rotenburg - Von Elisabeth Stockinger. Sieben Ehrenbürger zählt Rotenburg derzeit. Jürgen Jürgensen und Friedrich Kuhle könnten Nummer acht und neun werden: Am Donnerstagabend entscheidet der Stadtrat darüber, ob den beiden Rotenburgern die Ehrenbürgerrechte verliehen werden sollen. Der Vorschlag stammt von Bürgermeister Andreas Weber.

„Beide Bürger haben sich in herausragender Weise für die Stadt Rotenburg und ihre Einwohnerinnen und Einwohner in ihren Ehrenämtern verdient gemacht“, so Weber. Um Ehrenbürger der Stadt zu werden, bedarf es eines begründeten Vorschlags. Dieser kann aus der Bevölkerung oder aus der Politik kommen, erzählt Hans Eckert vom Haupt-, Schul- und Personalamt der Stadt. Hermann Ruete (gestorben 1900) und Hans Wieck (gestorben 1945) waren die ersten, denen diese Ehre zuteil wurde, in welchem Jahr ist allerdings nicht bekannt. Hinrich Schelper und Rudolf Schäfer folgten in den Jahren 1955 sowie 1958. Helmut Janssen wurde 1980 Ehrenbürger und Bernhard Haake im Jahr 1984. Der 2009 gestorbene Hinrich Heineke war seit 1997 der vorerst letzte Ehrenbürger Rotenburgs.

Der nun nominierte Jürgen Jürgensen war von 1964 bis 2003 Mitglied im Rat der Stadt. Während dieser Zeit übte er zweimal das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters aus. Als stellvertretender Bürgermeister wirkte er in den Jahren 1968 bis 1972, 1974 bis 1976 und 1981 bis 1984. Zudem war er Mitglied in diversen Fachausschüssen und über mehrere Jahre stellvertretender Vorsitzender und Vorsitzender des Finanzausschusses. Dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Rotenburg gehörte er als Vorsitzender von 1991 bis 2001 an.

Auch im Kreistag war Jürgensen in den Jahren von 1965 bis 2006 in verschiedenen Gremien tätig. Das Amt des Zweiten stellvertretenden Landrates übte er von 1974 bis 1976 aus, Mitglied im Niedersächsischen Landtag war er von 1970 bis 1986. Als Mitglied der SPD gehörte er dem Bezirks- und Landesvorstand an, war Kreis- und Ortsvereinsvorsitzender sowie Mitglied in verschiedenen Kommissionen auf Bundesebene.

Jürgensen engagierte sich darüber hinaus im kirchlichen Bereich, war Vorsitzender des Kirchenvorstandes sowie des Kirchenkreistages. Er wirkte in der Landessynode, dem Kirchensenat und Sprengelbeirat mit. Seit 1984 ist Jürgensen im Eine-Welt-Laden, im Diakonissenmutterhaus und den Rotenburger Werken in der Inneren Mission tätig – das alles auf ehrenamtlicher Basis. Auch in sportlicher Hinsicht setzte er sich jahrzehntelang für die Belange der Stadt ein: 1977 war er Gründungsvorsitzender des Rotenburger Sportvereins, anschließend Kassierer und Stadionsprecher.

Friedrich Kuhle war von 1981 und 2006 Mitglied im Rotenburger Stadtrat. Er engagierte sich besonders im Finanzausschuss sowie in den Bereichen Umweltschutz und Stadtplanung. Zudem gehörte er dem Verwaltungsausschuss an und übte die Funktion des CDU-Fraktionsvorsitzenden von 1987 bis 2004 aus. Als er 2006 aus dem Rat ausschied, erhielt er die Ehrenbezeichnung Stadtältester sowie die Bürgermedaille.

Mitglied im Stadtwerke-Aufsichtsrat war Kuhle von 1988 bis 2006. Zu seinen weiteren Ehrenämtern zählten Tätigkeiten im Verein Haus und Grund, im Kirchenvorstand der Stadtkirche, im Kneippverein sowie im Heimatbund Rotenburg-

Die Verleihung der Ehrenbürgerrechte ist für den 15. Dezember vorgesehen.

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