Jobcenter und Arbeitsagentur rechnen mit großem Andrang / Sprachbarriere ist ein Problem

Flüchtlinge bei Landwirten gefragt

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Auch im Landkreis Rotenburg fragen Landwirte schon nach Flüchtlingen für ihre unbesetzten Stellen.

Rotenburg - Von Inken Quebe. Erst vor kurzem sind mehr als 60 Flüchtlinge im Landkreis Rotenburg angekommen. Mit Blick auf die Zukunft sind bald auch die Arbeitsagentur Stade sowie das Jobcenter des Landkreises gefragt. „Es geht jetzt langsam mit den ersten Fällen los, die bei uns ankommen“, berichtet Oliver Lemke, Geschäftsstellenleiter Rotenburg, Zeven und Bremervörde. Diese Flüchtlinge oder Asylbewerber seien meist schon ein paar Monate da und hätten sich eingelebt, trotzdem bleibe die Sprachbarriere aufgrund der wenigen Sprachkenntnisse eines der größten Probleme. „Diese Menschen sind auf dem Arbeitsmarkt nicht so gefragt, sie können auch häufig nur erste Brocken Deutsch sprechen“, so Lemke.

Auch für Nina Mikoleit, Abteilungsleitung für Arbeitsmarkt und Integration beim Jobcenter, hält die Flüchtlingsproblematik künftig für ein großes Thema. „Wir überlegen gerade, wie es zum Beispiel mit der Anerkennung von Abschlüssen aus anderen Ländern ablaufen soll“, erklärt sie. Noch wisse aber keine der beiden Stellen Details, wann vermehrt Flüchtlinge und Asylbewerber auf sie zukämen und was für einen Hintergrund diese haben. „Es wird prophezeit, dass viele zu uns kommen werden“, so Mikoleit. Doch auch von anderer Seite wenden sich schon Menschen an das Jobcenter und die Arbeitsagentur. Mikoleit berichtet von Arbeitgebern, die sich speziell nach Flüchtlingen für ihre freien Stellen erkundigt hätten. „Es sind vor allem die, die große Probleme haben, ihre Jobs noch zu besetzen“, weiß Oliver Lemke. Das treffe insbesondere auf die Landwirtschaft zu. „Solche Arbeitsplätze sind nicht mehr so lukrativ.“ Die Zeiten, in denen die Arbeitnehmer noch mit auf dem Hof gewohnt haben, seien vorbei. Für Flüchtlinge könnte das aber eine Option sein. Mikoleit: „Einige Landwirte haben angeboten, die Familien mit auf dem Hof aufzunehmen.“

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