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Jim Schwardt beim Zukunftstag im Rotenburger Pressehaus

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 Schüler Jim Schwardt (r.), Redakteur Lars Warnecke (m.) und Schülerpraktikant Jannes Rathjen beim Zukunftstag
Ganz schön interessant: Schüler Jim Schwardt (r.) erhält von Redakteur Lars Warnecke (Mitte) und Schülerpraktikant Jannes Rathjen Einblicke in die Lokalredaktion der Rotenburger Kreiszeitung. © Baucke/Warnecke

Es ist Zukunftstag, und auch bei der Rotenburger Kreiszeitung nutzt ein Schüler die Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen einer Tageszeitung zu schauen: Ratsgymnasiast Jim Schwardt war, begleitet von Schülerpraktikant Jannes Rathjen und Redakteur Lars Warnecke, einen Tag als Journalist unterwegs.

Rotenburg – Er hat zugehört, nachgefragt und motiviert mitgemacht: Jim Schwardt erhielt am Donnerstag einen Einblick in die Arbeit der Lokalredaktion der Rotenburger Kreiszeitung – und hatte dabei gleich die Gelegenheit, den Berufsalltag eines Reporters genauer kennenzulernen. Der Grund: Es war wieder Zukunftstag. An dem erhalten die jungen Köpfe von heute bundesweit die Gelegenheit, einen Einblick in die Arbeitswelt zu erlangen.

Der zehnjährige Ratsgymnasiast besuchte noch zwei weitere Einrichtungen in der Wümmestadt. Dort interviewte er, ausgerüstet mit Schreibblock, Kugelschreiber und Fotokamera, den ein oder anderen Schnupperschüler. Begleitet wurde Jim dabei von unserem Schülerpraktikanten Jannes Rathjen (17).

Jim im Interview mit Heiko Kehrstephan.
Jim im Interview mit Heiko Kehrstephan. © -Warnecke

Doch bevor der Außendienst für die beiden begann, machte Redakteur Lars Warnecke Jim mit den verschiedenen Abteilungen im Pressehaus vertraut und vermittelte ihm am Computerbildschirm einen ersten Eindruck, wie Fotos in den Rechner eingespielt und schließlich mit Bildunterschriften versehen werden. Auch an einer Meldung durfte sich der begeisterte HSV-Fan versuchen. Sein erstes Fazit: „Hier ist es sehr interessant und abwechslungsreich. Es erstaunt mich, wie viele Seiten einer Ausgabe zentral in Syke entstehen. Man erhält Einblicke, die sonst nicht möglich wären.“

Und es sollte weiterhin spannend bleiben. Denn nun ging es auf Termintour. Besucht werden sollten am Vormittag das Hotel „Landhaus Wachtelhof“ sowie das Erlebnisbad Ronolulu. Nachmittags begleitete der Fünftklässler den Redakteur Guido Menker zu einem Termin bei Bürgermeister Torsten Oestmann im Rathaus.

Besuch im Wachtelhof

Im Wachtelhof tummelten sich zehn Schüler und erhielten von Geschäftsführer Heiko Kehrstephan und seinem Team Einblicke in die vielseitigen Berufsbereiche im Hotelgewerbe. „Sie haben kleine Aufgaben zu erfüllen“, erläuterte der Hotelchef auf Nachfrage unseres Nachwuchsjournalisten. So musste die Gruppe zum Beispiel auf Fehlersuche in einem Zimmer gehen. In der Bar bereiteten die Jugendlichen alkoholfreie Cocktails zu, in der Küche buken sie ihre eigene Pizza. „So bietet sich ihnen die Möglichkeit, die Bereiche genauer kennenzulernen“, weiß Kehrstephan. Gerade für den Wachtelhof sei der Zukunftstag von hoher Bedeutung: „Wir sind ein Betrieb, der ausbildet – daher wollen wir den Schülern die Berufe ganz praktisch näherbringen.“

Dass die Aktion im Fünf-Sterne-Hotel generell sich bei Schülern hoher Beliebtheit erfreut, erklärt Direktionsassistentin Stefanie Vedder. „Es ist eine sehr wissbegierige Gruppe heute, allerdings merkt man ihnen noch den Respekt an – gerade vor dem Mobiliar.“ Eichenschülerin Jule Krüger (12) beschreibt den Zukunftstag auf Nachfrage als sehr ansprechend und hebt die Vielfalt der verschiedenen Bereiche hervor.

jim schwardt foto ronolulu
Spaß am Fotografieren: Der Gymnasiast zeigt beim Besuch im Erlebnisbad Ronolulu keine Scheu. © warnecke

Nach der Visite im Wachtelhof ging es weiter ins Ronolulu. Dort erhielten zwölf Schüler unter der Leitung von Christian Ohly einen exklusiven Blick hinter die Kulissen: „Sie sind schon sehr interessiert daran, wie die Abläufe funktionieren, zum Beispiel die Wasserreinigung“, hat der stellvertretende Badleiter festgestellt. „Manche denken noch, man zieht den Stöpsel.“ Gerade deswegen besuchte Wiljan Krott (14) vom Gymnasium Sottrum den Zukunftstag im Rotenburger Erlebnisbad: „Ich wollte die Abläufe kennenlernen und sehen, was hier so geschieht.“ Zoe Frese (12) vom Ratsgymnasium betonte hierbei die Vielfalt im Verhältnis zu anderen Berufen: „Man ist nicht auf einen Punkt fixiert, sondern vielfältiger.“

Nach getaner Arbeit ging es für Jim und Jannes zurück ins Pressehaus. „Das hat mir richtig gut gefallen und es war sehr spannend, Fragen zu stellen und Fotos zu machen – ich habe mich wie ein richtiger Journalist gefühlt. Das ist echt ein cooles Gefühl“, sagte der Zehnjährige. Auch der anschließende Besuch beim Bürgermeister habe ihm gut gefallen: „Einblicke in etwas zu erlangen, die ich sonst so nicht gehabt hätte – toll!“

Auf die Frage, wie Jim seinen Tag bei der Kreiszeitung fand, antwortet er: „Mir hat alles viel Spaß gemacht, vom Schreiben bis zum Fotografieren.“ Was er später beruflich machen möchte, das wisse er noch nicht – „der Beruf Redakteur ist aber auf jeden Fall eine Möglichkeit“.

Von Jannes Rathjen und Jim Schwardt

Vom Girl‘s Day zum Zukunftstag

Was will ich werden? Eine Frage, die sich viele junge Menschen stellen. Beim jährlichen Zukunftstag konnten viele hinter die Kulissen der Unternehmen blicken und sich über die verschiedenen Berufsbilder informieren. Entstanden ist der Zukunftstag aus dem Girl’s Day. Ursprünglich war angedacht, dass Mädchen die Möglichkeit bekommen, einmal in einen typisch männlichen Beruf reinzuschnuppern. Mittlerweile besuchen an diesem Tag Mädchen und Jungen gleichermaßen Unternehmen und informieren sich über die unterschiedlichen Berufe. Immerhin stehen in Deutschland 328 anerkannte Ausbildungsberufe und mehrere tausend Studiengänge zur Verfügung.

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