Jetzt kommt’s richtig dicke

Bis Ende August Straßenbauarbeiten in und um Rotenburg herum

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Von Montag an und bis Ende August müssen Autofahrer in und um Rotenburg herum wegen umfangreicher Bauarbeiten auf der B 215, B 75 und B 71 mit erheblichen Behinderungen rechnen. Auch hier am Aral-Kreisel ist längere Zeit kein Durchkommen.

Rotenburg - Von Guido Menker. Autofahrern in und um Rotenburg herum stehen anderthalb nervenaufreibende Monate bevor. Stellenweise kommt es für sie richtig dicke. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden plant, am kommenden Montag mit der Sanierung von Abschnitten auf den Bundesstraße 215, 75 und 71 zu beginnen. Vorgesehen sind drei Bauabschnitte – wobei jeder für sich eine Vollsperrung zur Folge hat. Daher haben die Experten in Verden jeweils umfangreiche und zugleich auch weiträumige Umleitungen für die Zeit vorbereitet.

Ab Montag machen sich die beauftragten Firmen an den ersten Bauabschnitt heran. Voraussichtlich bis zum 5. August geht es um die Bundesstraße 75 von der Abzweigung B 75 / B 71 Richtung Zeven bis zum Abzweig B 75 / B 215 (Hansestraße, einschließlich der Bundesstraße B 215 mit dem Kreisel an der Aral-Tankstelle). Diese Arbeiten erfolgen unter Vollsperrung der Bundesstraßen 75 und 215. Der Kreisel selbst muss abwechselnd halbseitig gesperrt werden, um den aus Richtung Innenstadt kommenden Verkehr in Richtung Imkersfeld beziehungsweise Bremer Straße / Weichelsee ermöglichen zu können. „Dieser Abschnitt ist im Zuge der gesamten Baumaßnahmen der neuralgischste Punkt. Deshalb haben wir ihn in die Ferienzeit gelegt“, erklärt Rick Graue vom für Straßenbau und Verkehr. Ein Bereich übrigens, der sich auf eine Länge von rund drei Kilometern erstreckt.

Veränderte Sicherheitsbestimmungen

Graue spricht bei den erforderlichen Arbeiten von „fahrbahnerhaltenden Maßnahmen“, die sich an der regelmäßigen Zustanderfassung orientierten. Im Blick haben die Fachleute dabei die Griffigkeit der Fahrbahn, das Rissbild in der Fahrbahndecke sowie entstandene Unebenheiten. „Daraus generieren wir Abschnitte, die dann jeweils komplett zu erneuern sind.“ Erneuern heißt in diesem Fall: Die Arbeiten fräsen zunächst die Fahnbahndecke ab, bringen anschließend einen etwa sechs Zentimeter starken Binder ein und schließen die Maßnahme dann mit einer vier Zentimeter starken, neuen Fahrbahndecke ab.

Vollsperrungen für solche Bauarbeiten seien mittlerweile an der Tagesordnung – aber eben nicht, um die Autofahrer zu ärgern. Graue spricht die inzwischen veränderten Sicherheitsbestimmungen an. Bauarbeiter seien bei halbseitigen Sperrungen zu großen Gefahren ausgesetzt. Darauf hätten vor allem die Berufsgenossenschaften hingewiesen. Die Folge seien vergrößerte Sicherheitsbereiche, die eine Vollsperrung erforderlich machten, um sie einhalten zu können.

Vollsperrungen verkürzen die Bauzeit

Die Vollsperrung hat aber auch Vorteile: Einerseits lasse sich die Qualität der Fahrbahnerneuerung steigern, weil „heiß an heiß“ gearbeitet werden könne. Andererseits erspare die Vollsperrung den Firmen sehr viel Zeit. Dadurch verkürzten sich die Bauarbeiten insgesamt.

Im zweiten Bauabschnitt ist übrigens die Bundesstraße zwischen den beiden Abfahrten Mitte und Ost dran. Die Abfahrt Ost ist in der Bauphase vom 6. bis zum 19. August ebenfalls gesperrt – nur Autofahrer, die aus der Rotenburger Innenstadt in Richtung Scheeßel fahren müssen, kommen auf die B 75.

Der dritte Bauabschnitt beinhaltet die Bundesstraße 71 von der Einmündung B 75 / B 71 aus vorbei an der Lent-Kaserne bis etwa 200 Meter über die Einmündung hinaus, die nach Borchel führt. Dieser dritte Bauabschnitt beinhaltet wiederum zwei Teile – die Trennlinie liegt im Bereich der Lent-Kaserne. Nur so ließen sich die und auch der Flugplatz während der Bauarbeiten erschließen. Und zwar abwechselnd von Rotenburg und von Mulmshorn aus kommend, erklärte Rick Graue am Dienstag beim Pressegespräch in Rotenburg. Die Maßnahmen in den drei Bauabschnitten kosten rund 2,2 Millionen Euro.

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