Jeanette Clasen zeigt „Ungebremst – der Weg in die Ewigkeit“ / Requiem in der Stadtkirche

Unbeschreibliches wird zu einem Bild

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Jeanette Clasen stellt in der Stadtkirche aus.

Rotenburg - Leben und Sterben – nur durch die Bänke und den Mittelgang des Kirchenschiffs der Rotenburger Stadtkirche voneinander getrennt. Gemeint sind die Bilder der Künstlerin Jeanette Clasen, die an den Wänden der Seitengänge des Gotteshauses seit der Vernissage am Freitagabend zu sehen sind.

„Die Bilder auf der rechten Seite sind aus der Zeit, als mein Mann und ich nach Rotenburg kamen“, erklärte Clasen bei der Vorstellung ihrer Exponate. Sie seien voller Leben. Ganz im Gegensatz zu den Bildern im linken Kirchengang. Dort hängen die Bilder aus jener schweren Zeit, als ihr Ehemann Björn Clasen mit der Diagnose unheilbarer Tumor sein Todesurteil erfahren habe – bis hin zu seinem Tod.

Die Bilder zeigen das Leben und den Tod eines Schwerkranken, der in seinem Leben als Arzt vielen Menschen das Leben gerettet hat. Diese Zeit des Leidens, der Macht- und schließlich der Hoffnungslosigkeit hätten die Künstlerin so sehr bewegt, dass sie sich nach seinem Tod künstlerisch äußern musste. „Der Tod werde hier schwarz, bunt und hell, wirklich, abstrakt und nur hingetupft gezeigt“, sagte Superintendentin Susanne Briese. Die Bilder würden den Betrachter anregen, über Sehnsucht und Hoffen nachzudenken. „In dieser Ausstellung über das Leben und das Sterben wird für viele von uns Unbeschreibliches zu einem vielgesichtigen Bild“, so Briese.

Die Exponate fügen sich perfekt ins Ambiente der Veranstaltung „Requiem-Ballett“ am Samstag (19 Uhr) und Sonntag (17 Uhr) unter der Leitung von Kantor Karl-Heinz Voßmeier und Ines Güttel (Choreographie) an gleicher Stelle. Weitere Mitwirkende sind die Stadtkantorei, das Instrumentenensemble, Marlen Korf (Sopran) und Wolfgang Bachmann (Dramaturgie). Getanzt wird nach der Musik von Moren Lauridsen, Henry Purcell und John Rutter.

Die Besucher der Vernissage bekamen eine beeindruckende Kostprobe des Kirchenchores. Mit zwei Stücken machte er Appetit auf mehr. Die Tickets für das Requiem kosten 20 bis 29 Euro und sind im Vorverkauf bei der Buchhandlung Müller erhältlich.

go

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