Jahreshauptversammlung der Rotenburger Ortsfeuerwehr / Anschaffung eines neuen Löschfahrzeugs verschoben

Leistungsbereitschaft weiterhin ungebrochen

+
Stadtbrandmeister Thorsten Reinsch (l.) gratuliert Michael Nitschke zur Beförderung zum Feuerwehrmann.

Rotenburg - „Feueralarm!“ Alles sofort stehen und liegen lassen, schnell zur Wache am Mittelweg in Rotenburg begeben, rein in die Feuerwehrkluft, auf dem Löschfahrzeug aufsitzen, mit Blaulicht vom Hof fahren und dann alles geben, um Menschenleben zu retten oder die Öffentlichkeit vor großen Schäden zu bewahren – genau das haben die 74 Männer und Frauen der Freiwilligen Ortswehr Rotenburg 215 Mal im vergangenem Jahr erlebt.

Ortsbrandmeister Heiko Mießner zog auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend eine Bilanz der Einsätze und hatte noch einiges mehr zu berichten: „Wir sind zu 106 Brand- und 109 Hilfseinsätzen gerufen worden. Das bedeutet eine Steigerung von 38 Alarmierungen gegenüber 2014.“ Das Spektrum der Arbeit der Ortswehr ging vom Kleinbrand bis hin zum Großbrand und von der Beseitigung von Ölspuren über die Rettung von Personen bei Verkehrsunfällen sowie Türöffnungen bis hin zu stecken gebliebenen Fahrstühlen – „allein 16 der insgesamt 20 davon auf dem Rotenburger Bahnhof“, hieß es. Mehr als 2788 Dienststunden hatte die Ortswehr im vergangen Jahr auf dem Zettel. Hinzu kamen unter anderem noch Ausbildungs- und Übungsdienst, besondere Veranstaltungen sowie Wehrführungen. Die Summe aller Einsätze reiche an nahezu 16000 Stunden. „Das sind pro aktives Mitglied 213 Stunden Dienst, den wir gemeinsam für die Bürger der Stadt und den umliegenden Gemeinden tätig waren“, bilanzierte der Ortswehr-Chef die ungebrochene Leistungsbereitschaft „seiner“ Mannschaft. Das Durchschnittsalter der aktiven Männer und Frauen beträgt 32 Jahre. Damit hat Rotenburg eine der jüngsten Wehren im Landkreis.

Das alte Löschfahrzeug LF 8 ist 26 Jahre alt. Eine Neubeschaffung sei nötig. Auch der Einsatzleitwagen 1 entspricht nach Ansicht Mießners nicht mehr den technischen Anforderungen. Wie Bürgermeister Andreas Weber (SPD) während der Versammlung mitteilte, sei die Anschaffung eines neuen Löschfahrzeuges aus der Planung für 2017 herausgenommen und soll für 2018 angestrebt werden. Dafür solle der Einsatzwagen bereits 2017 angeschafft werden. Die Nachwuchsarbeit in Rotenburg ist gut. Jugendwart Wolfgang Mießner berichtete von 20 aktiven Mädchen und Jungen, die mit großem Enthusiasmus bei Ausbildung dabei sind. Den gleichen Einsatz zeigten auch die Jüngsten angehenden Feuerleute die „Feuersalamander“, erklärte deren Leiter Rolf Rink.

Ein so gut funktionierende Freiwillige Feuerwehr geht nur mit sehr engagierten Mitgliedern. Einige von ihnen wurden befördert beziehungsweise geehrt: Birte Asmis-Jägers erhielt den Dienstgrad Feuerwehrfrau, und Feuerwehrmann dürfen sich ab sofort Michael Nitsche und Daniel Lorenz nennen. Zudem erhielten Peter Stöver und Jan-Harm Mittler Urkunden für ihre 25 Jahre Treue sowie Herbert Harries und Hermann Martin Orden für ihren 50-jährigen unermüdlichen Einsatz für die Bürger.

go

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Nach Sommergewittern kommt Herbstwetter

Nach Sommergewittern kommt Herbstwetter

Beachparty in Schwarme

Beachparty in Schwarme

Frühshoppen in Schwarme

Frühshoppen in Schwarme

Kinder aus Gomel in Wöpse

Kinder aus Gomel in Wöpse

Meistgelesene Artikel

Chester Bennington beim Hurricane: „Einer der besten Auftritte“

Chester Bennington beim Hurricane: „Einer der besten Auftritte“

Sattelzug hat 17 Tonnen Hühnerkot zu viel geladen

Sattelzug hat 17 Tonnen Hühnerkot zu viel geladen

Aus Freundschaft wurde er zum Straftäter

Aus Freundschaft wurde er zum Straftäter

Kommentare