Jahreshauptversammlung der Kinderhilfe Kenia Rotenburg / Vorstand berichtet über erfolgreiche Arbeit

Waisenkind Brendah Atieno studiert Jura in Nairobi

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Der alte und neue Vorstand der Rotenburger Kinderhilfe Kenia mit Ingo und Sonja Reimann (v.l.), Regina Hartje-Specht, Christina Deutscher und Heinz Gehnke.

Rotenburg - Die Kinderhilfe Kenia hat am Sonnabend während ihrer Jahreshauptversammlung ein positives Fazit ihrer zurückliegenden Arbeit gezogen. Nach vielen guten Nachrichten der Führungsriege war es kein Wunder gewesen, dass bei den Vorstandswahlen alle Mitglieder des Gremiums von der Versammlung im Amt bestätigt wurden: Ingo Reimann bleibt Vorsitzender und Regina Hartje Specht seine Vertreterin. Sonja Reimann führt weiter die Kasse und Christina Deutscher erledigt die Schriftführung. Die Pressearbeit bleibt in den Händen von Heinz Gehnke.

Ingo Reimann berichtete, dass alle Beteiligten, Verein und Betreuer vor Ort, an einem Strang ziehen, um den Waisenmädchen im Mudzini Kwetu Centre in der Nähe von Mombasa eine Zukunftsperspektive zu bieten.

Das Potenzial, einmal ein Studium zu beginnen, haben dennoch wenige. Dank der Hilfe aus Rotenburg studiere aber das ehemalige Heimkind Brendah Atieno (22) Jura in Nairobi. „Sie will Rechtsanwältin werden und ist zurzeit Referendarin in einer Rechtsanwaltpraxis“, so Reimann. Nachdem sie vor mehr als zehn Jahren von der Straße aufgelesen wurde, habe die Kenianerin allein durch die Aufnahme und Förderung im Waisenhaus eine echte Chance bekommen, in ihrem Leben etwas zu erreichen. Das war eine der herausragenden Informationen des Vorsitzenden.

Er berichtete weiter, dass mehr als 50 Waisenkinder in dem ausschließlich für Mädchen konzipierten Mudzini Kwetu Centre leben. Die Kapazität liege bei rund 80 Bewohnerinnen. Der Rotenburger Verein habe insgesamt nahezu 48000 Euro für das Waisenhaus im vergangenen Jahr zur Verfügung gestellt.

In einem Videofilm zeigte die stellvertretende Vorsitzende Regina Hartje-Specht Aufnahmen, die sie während ihres Besuchs im Mudzini Kwetu Centre im vergangenen Jahr gemacht hatte. „Die Mädchen waren gesund, sehr gepflegt, und wir haben in sehr glückliche Gesichter geschaut“, erklärte Hartje-Specht.

Sie habe sich darin bestätigt gefühlt, dass der Einsatz des Rotenburger Vereins, dort für die Kinder eine bessere Zukunft zu schaffen, sich gelohnt hat und weiter lohnen wird. Zudem sei das eingesetzte Personal in Kenia sehr zuverlässig.

Auch die Kasse stimmte. Laut Bericht der Kassenführerin Sonja Reimann sind am Ende des Geschäftsjahres nach Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Aktionen und großzügigen Spenden sowie dem Übertrag aus 2013 insgesamt 88000 Euro auf dem Konto gewesen. Nach Abzug aller Kosten sei der Verein mit einem Kapital von nahezu 40000 Euro in das neue Geschäftsjahr 2015 gegangen.

go

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