BSW feiert Geburtstag im Rotenburger Heimathaus

30 Jahre Biologische Schutzgemeinschaft Wümmeniederung 

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Eckart Fründ (v.l.), Anja Schulenberg und Thomas Lauber vor dem Forscherbauwagen.

Rotenburg - Von Wieland Bonath. 30 Jahre Biologische Schutzgemeinschaft Wümmeniederung und Nebenflüsse (BSW): Der Sonnabend gehörte dem Vereinsgeburtstag der ehrenamtlichen Rotenburger Naturschützer mit ihrem Vorsitzenden Thomas Lauber. Ein Nachmittag im Heimathaus, um gemeinsam mit zahlreichen Gästen für die vergangenen drei Jahrzehnte Bilanz zu ziehen, um Erfolge im regionalen Umweltschutz zu nennen, um künftige Ziele und wichtige Forderungen aufzuzeigen.

Die jetzt rund 100 Mitglieder haben durch ehrenamtliche Arbeit, gepaart mit viel Begeisterung, dafür gesorgt, dass diese Wasserläufe mit einer Gesamtlänge von rund 210 Kilometern durch einmalige Landschaften wieder in die Nähe natürlicher Ursprünglichkeit gerückt wurden.

Landkreis verspricht weitere Unterstützung

Lauber dankte in seiner Begrüßung dem Landkreis Rotenburg, vertreten durch Landrat Hermann Luttmann (CDU) und der Stadt Rotenburg, für die Bürgermeister Andreas Weber (SPD) gekommen war, für die viele Jahre praktizierte Zusammenarbeit. Eine Kooperation, von der jeweils beide Seiten für die Sache des Naturschutzes partizipierten.

Das, was der BSW in ehrenamtlicher Arbeit in diesen 30 Jahren auf die Beine gestellt habe, betonte Landrat Luttmann, sei beachtlich. Dem BSW gebühre das Verdienst, den Kindern die Natur ein großes Stück nähergebracht zu haben. Auch künftig werde der Landkreis die Arbeit der Schutzgemeinschaft finanziell unterstützen und für Planungssicherheit sorgen.

Weber nannte aus dem Katalog der BSW-Leistungen für die Natur unter anderem diese Projekte, pädagogische Bemühungen und Beteiligung an Protesten: Otterschutz, Streuobstwiesen, ökologische Erziehung an den Schulen, Y-Trasse, das Pflanzen von Hecken, Maßnahmen im Rahmen der Renaturierung, die Beteiligung an den Feiern der Stadt Rotenburg zum 800-jährigen Bestehen und nicht zuletzt die Würdigung der BSW durch den Umweltschutzpreis. Auch der Bürgermeister versprach, die Arbeit der BSW durch die Stadt Rotenburg zu unterstützen.

„BSW-Mitglieder sind Macher“

Der kaufmännische Leiter der Rotenburger Stadtwerke, Hannes Wilkens, sagte in seinem Grußwort: „Zu Recht werden die BSW-Mitglieder so beschrieben: Das sind die Macher, die gehen mit gutem Beispiel voran.“ Die langjährige Zusammenarbeit zwischen dem lokalen Wasserversorger und der BSW, sagte Wilkens, begründe sich auf einem gemeinsamen Anliegen: die Erhaltung reinen Wassers für Mensch und Natur. Deshalb legten die Stadtwerke großen Wert auf ein Miteinander der Bemühungen. Er nannte in diesem Zusammenhang unter anderem die Projekte Natur-Klassenzimmer und Streuobstwiesen im Ahlsdorfer Moor. Bereiche mit einem Teil der Wasserversorgungsbrunnen der Stadtwerke, die besonders gepflegt werden müssten. In diesem Rahmen hätten sich die Stadtwerke entschlossen, eine Schafherde anzuschaffen.

Vorsitzender Thomas Lauber, der sein Amt in den 90er-Jahren von BSW-Gründer Christian Nehrke übernommen hatte, bedankte sich bei allen für die Unterstützung und Zusammenarbeit bei den Sponsoren.

Hoffnungsschimmer für die Erde

„Für die Zukunft wünschen wir uns weiterhin die Unterstützung durch die Stadt Rotenburg und den Landkreis, vor allem für das Umweltbildungszentrum“, so Lauber gegenüber der Kreiszeitung. BSW-Kassenwart Eckart Fründ, zuständig für das seit über 20 Jahren bestehende Heuprojekt: „Auch für dieses Projekt wünsche ich mir mit allen Beteiligten künftig eine erfolgreiche Arbeit.“ Das gelte auch für den Forscherbauwagen, den die BSW vor acht Jahren mit Auszubildenden der Firma Borco-Höhns gebaut habe. Ein Fahrzeug, das unter anderem dem Umweltbildungszentrum mit seiner Leiterin, der Biologin Anja Schulenberg, für die Arbeit mit Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern zur Verfügung steht.

Professor Peter Lemke sprach über den Klimawandel.

Der renommierte Klimaforscher Professor Peter Lemke, der bis zu seiner Pensionierung Leiter des Fachbereichs Klimawissenschaften am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven war, sprach in seinem Festvortrag zu dem Thema „Klimawandel – (k)ein Grund zur Sorge?“ Kurzes Fazit nach einem mit viel Informationen gespickten Referat: „Es sieht für die Erde nicht gut aus, aber es gibt einen Hoffnungsschimmer.“

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