Vorsicht auf der Straße

Jägerschaft Rotenburg/Wümme warnt vor Wildwechsel

Damwild am Straßenrand
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Das Damwild am Straßenrand ist oft schwer zu erkennen. Warnschilder sollte man entsprechend ernst nehmen.

In der dunklen Jahreszeit heißt es für Autofahrer noch aufmerksamer als sonst zu sein: Denn die Brunftzeit des Damwildes beginnt.

Rotenburg – Mal eilig, mal tiefenentspannt und nicht immer rechtzeitig zu erkennen wechselt Wild über die Straßen. In dieser Zeit, dem Herbst, insgesamt häufiger als im übrigen Jahr: Nicht nur, dass derzeit Damwildbrunft herrscht, durch den Erntebetrieb kommt Bewegung in viele Wildarten. Mais als letzte Feldfrucht des Jahres wird gerne als Äsung und Deckung genutzt.

Wird gehäckselt, flüchtet das Wild von den Feldern – und damit auch über die Straßen. Darauf weist der Naturschutzverein Jägerschaft Rotenburg/Wümme hin.

Während es Fuchs, Reh und Wildschwein dann meist eher eilig haben und dabei kopflos flüchten, neigt Damwild als Bewegungsseher dazu, sowohl am Straßenrand wie auch auf dem Verkehrsweg zu verharren, um die Lage zu erfassen. Da hilft nur eins: Bremsen, Tempo deutlich drosseln oder sogar besser mal anhalten. Nicht hupen und durchfahren. Wild verhält sich generell unkalkulierbar. Und, ist erst ein Stück zu sehen, folgen oftmals weitere.

Wechsel zwischen den Brunftplätzen

In Zeiten der Brunft wechselt Damwild häufiger mal zwischen den Brunftplätzen hin und her, denkt dabei nicht an Gefahren auf der Straße. An sich ist sie auf Mitte Oktober bis Mitte November datiert, doch der Betrieb zur Paarungszeit beginnt durchaus schon Ende September und hält oftmals spät bis in den November hinein an. Der Landkreis Rotenburg ist einer der stärksten von Damwild besiedelten Regionen in Niedersachsen, entsprechend hoch die Unfallzahlen und reger Wildwechsel mit dieser Wildart.

Für Autofahrer im Herbst erschwerend hinzu kommt, dass sie aufgrund der kurzen Tage häufiger in der Dämmerung oder im Dunklen unterwegs sind – und bei schlechtem Wetter und damit Sichtverhältnissen. Da gilt, besonders aufmerksam zu fahren. Hinweisschilder, die auf Wildwechsel oder auch Brunfgeschehen hinweisen, sollten auf jeden Fall ernst genommen werden. Vorteil der Maisernte beziehungsweise abgeernteten Felder: Die Sicht in den Straßeneitenraum wird freier, Wild lässt sich schneller entdecken.

Sollte es doch einmal zu einem Zusammenprall kommen ist es wichtig, dass die Polizei angerufen wird. Sie weiß in der Regel Bescheid, welcher Jäger auf dem jeweiligen Straßenabschnitt zuständig ist. Sollte ein Wildtier nur verletzt sein, kann der Jäger es von seinem Leid erlösen. Ist das Stück tödlich verletzt worden, wird er es fachgerecht entsorgen.

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