Programm zur Aktionswoche

Interkulturelle Woche zur Förderung des Miteinanders

Dorothea Schwegler (l.), Michael Burgwald und Franziska Wronka
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Werben für die interkulturelle Woche in Rotenburg: Dorothea Schwegler (l.), Michael Burgwald und Franziska Wronka.

Sonntag wird nicht nur gewählt, auch die diesjährige Interkulturelle Woche startet. Sie soll das Miteinander und Verständnis füreinander fördern. Auch der Landkreis Rotenburg beteiligt sich mit mehreren Aktionen.

Rotenburg – Begegnungen schaffen, dadurch Vorurteile abbauen sowie das gegenseitige Verständnis fördern: Diese Dinge stehen im Rahmen der Interkulturellen Woche, der Auftakt ist am Sonntag, im Fokus. Sie setzt „ein wichtiges Zeichen für die Vielfalt in der Gesellschaft“, sagt Franziska Wronka von der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe des Landkreises. Diese hat gemeinsam mit weiteren Akteuren mehrere Aktionen für die kommende Woche ins Leben gerufen.

Es gab auch in Rotenburg schon früher einzelne Aktionen im Rahmen der Aktionswoche, die seit 1975 jedes Jahr Ende September stattfindet. „Für uns hat das Tradition. Heute wird viel über den Klimawandel und andere Themen diskutiert – Interkulturalität kommt dabei zu kurz. Umso wichtiger ist die Aktionswoche“, sagt VHS-Leiter Michael Burgwald.

Die Woche setzt ein sichtbares Zeichen und weckt das Bewusstsein dafür, wie wichtig das Miteinander ist. Für alle ist während der Pandemie vieles weggebrochen, Migranten ging es nicht anders. Es ist daher wichtig, sagt Wronka, mit ihnen im Gespräch zu bleiben und die Kontakte nicht abbrechen zu lassen. Dorothea Schwegler vom Jugendmigrationsdienst ergänzt: „Die interkulturelle Woche steht für eine offene Gesellschaft. Bei den Veranstaltungen kommen Menschen zusammen, die sich sonst nicht begegnen – Netzwerkarbeit wird damit gefördert.“

Erstmals hat sich jetzt ein Vorbereitungsteam aus Vertreterinnen der Koordinierungsstelle, beiden im Landkreis ansässigen Diakonischen Werken und der Ehrenamtskoordinatorin des Diakonissen Mutterhauses zusammengefunden, um das Angebot zu bündeln. Ziel ist es, die Woche fest im Kalender zu etablieren und in Zukunft weitere Mitstreiter ins Boot zu holen.

Dazu wollen sie noch gezielter Migranten und Zuwanderer ansprechen, sagt Wronka. Erst mal wollte man das Projekt in diesem Jahr aber etablieren, künftig soll ein „breiteres Spektrum“ abgedeckt werden. Denn zu Beginn der Planungen war noch unklar, ob aufgrund der Corona-Maßnahmen die Umsetzung so laufen könnte wie gewünscht. Die Freiluftaktionen sowie Online-Angebote im Programm, die davon unabhängig sind, waren daher eine bewusste Option.

In Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen gibt es folgende Veranstaltungen und Aktionen:

  • Das Diakonische Werk Bremervörde-Zeven hat mit Ratsuchenden, Haupt- und Ehrenamtlichen ein Internationales Kochbuch erstellt. Das befindet sich noch im Druck, soll aber in der kommenden Woche im Diakonischen Werk Bremervörde-Zeven (Bahnhofstraße 7, Bremervörde), im Kaufhaus Karo (Am Neuen Markt 20, Rotenburg), in der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe (Hopfengarten 2, Rotenburg) sowie im Pütt un Pann (Alte Poststraße 5, Zeven) erhältlich sein.
  • Mit einer Schaufensterausstellung präsentiert das Kaufhaus Karo bis zum 4. Oktober einen „Blick in die Welt“. Gemeinsam mit Irmentraut Pfeiffer-Ubadi und Eva Rothmaler greift Leiterin Annette Klein drei Bereiche auf: Wetter und Klima, traditionelle Kleidung sowie Kochen.
  • Eine russisch-deutsche Lesung der Bilderbuchgeschichte „Der Ritter, der nicht kämpfen wollte“ bietet die Rotenburger Stadtbibiliothek auf ihrem Youtube-Kanal an. Abwechselnd lesen Leiterin Christine Braun und Nadeschda Zilke vor. Geeignet ist das Video für Kinder ab vier Jahren.
  • Unter dem Titel „Offen geht“ präsentieren sich 27 Menschen in einem kurzen Video auf den Internetseiten der Veranstalter. Bewohner des Landkreises wurden gebeten, sich anlässlich der Bundestagswahl mit einem Foto für eine offene Gesellschaft zu positionieren. Zwar seien es weniger als erhofft, sagt Wronka, „aber es ist trotzdem sehr schön, dass ganz unterschiedliche Akteure mitgemacht haben“.
  • Was für die Augen gibt es am Mittwoch, 29. September, um 19.30 Uhr im Auditorium des Kantor-Helmke-Hauses: Die VHS zeigt den Dokumentarfilm „Seeufer“. Der Film beschreibt laut Ankündigung „mit eindringlichen Bildern das Alltagsleben auf der italienischen Insel Lampedusa, an deren Küste jedes Jahr zehntausende Flüchtlinge landen oder ihr Leben lassen“. Der Eintritt ist frei, Anmeldung bei der VHS.
  • Im Rotenburger Ratssaal liest die Autorin und Ethnologin Heike Behrend am Donnerstag, 30. September, um 19 Uhr aus ihrem Buch „Menschwerdung eines Affen“. Behrend berichtet darin aus ihrer Zeit in Kenia und Uganda. Karten gibt es im Vorverkauf für acht Euro in C.J. Müller´s Buchhandlung.
  • Den Abschluss der Woche bildet am Sonntag, 3. Oktober, von 12 bis 15 Uhr ein Tag der offenen Moschee in der Kleinen Ayasofya Moschee in Rotenburg.

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