Lars Klingbeil (SPD) spricht über Probleme in den Familien während der Corona-Pandemie

Intensiver Gedankenaustausch bei Simbav

Familien im Fokus: Lars Klingbeil, Ina Helwig, Antje Jäger und Andreas Weber. Foto: Goldstein

Rotenburg – Mitte April hat der Rotenburger Verein Simbav direkten Kontakt zum Bundestagsabgeordneten Lars Klingbeil (SPD) aufgenommen, weil es durch die Anordnungen der Bundesregierung wegen der Corona-Pandemie zu immer mehr Problemen in den Familien komme. Telefonaten folgte ein reger Schriftverkehr und nun ist Klingbeil nach Rotenburg gekommen, um mit der Simbav-Vorsitzenden Antje Jäger und der Leitung, Ina Helwig, persönlich zu sprechen. Mit dabei auch Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (SPD), der während des Gedankenaustausches zu einigen Themen aus Sicht der Stadt gesprochen hat. In der Runde ging es unter anderem um die Vergabe der Notbetreuung der Kita-Plätze, die derzeit fast ausnahmslos für Kinder von „systemrelevanten“ Eltern zur Verfügung stehen. Helwig gab zu bedenken, dass gerade problembelastete Eltern oder Alleinerziehende oft mehr Unterstützung bräuchten, als eine Familie in der beide Eltern Aufgaben übernehmen könnten. Da sollte die Politik nachbessern. Klingbeil nahm zu vielen weiteren Diskussionspunkten, die Familien besonders belasten, Stellung und versprach, einige Anregungen mit nach Berlin zu nehmen und der zuständigen Familienministerin Franziska Giffey (SPD) vorzutragen.

Außerdem seien seit dem Schriftverkehr mit Simbav einige Vorschläge an Giffey weitergegeben worden. So habe die Ministerin den Simbav-Vorschlag einer offiziellen Vernetzung unter Familien bei der Kinderbetreuung in die Regelungen der Regierung mit aufgenommen. Jetzt darf eine Familie Kinder aus zusätzlich zwei Haushalten betreuen. Die Anzahl der Kinder ist aber auf insgesamt fünf beschränkt.

Kllngbeil deutete an, dass das Bundeskabinett einen wichtigen Schritt machen werde, um Familien finanzielle Sicherheit zu geben. Am Tag nach der Besprechung folgte der Beschluss, dass Eltern, die wegen der geschlossenen Kitas und Schulen nicht zur Arbeit gehen können, weiter als bisher geplant Lohnfortzahlung bekommen – zehn statt bisher sechs Wochen. Alleinerziehende sogar bis zu 20 Wochen. Die beiden SIMBAV-Frauen machten am Ende des Gesprächs nochmal deutlich, dass das Wohl von Kindern in und nach der Krise mindestens genauso hoch gehängt werden müsse, wie die wirtschaftliche Situation.   go

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