Insolvenz der Matthias-Claudius-Altenhilfe: Entscheidung über Zuschlag bis Mitte März

Gespräche mit acht Investoren laufen

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Auch für das Haus Hemphöfen sieht es gut aus.

Rotenburg - Ausschließlich positive Neuigkeiten hinsichtlich des Erhalts der Matthias-Claudius-Altenhilfe (MCA) hat Sebastian Ludolfs auf Nachfrage zu berichten. Der Insolvenzverwalter aus Walsrode ist zufrieden mit der Entwicklung in den vergangenen Monaten: Wie es aussieht, kann der Verbund mit den drei Standorten – in Rotenburg das Matthias-Claudius-Heim und das Haus Hemphöfen sowie das Beekehaus in Scheeßel – in der jetzigen Form erhalten bleiben. Mit acht potenziellen Investoren werden derzeit intensive Gespräche geführt.

Im vergangenen Herbst hatte die MCA den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Walsroder Amtsgericht gestellt. Die schwierige Situation in der Pflegebranche hatte die Altenhilfe in eine wirtschaftliche Schieflage gebracht. Seitdem läuft der Geschäftsbetrieb regulär weiter, die rund 200 Lieferanten versorgen die drei Häuser wie gehabt. Mit den Kreditinstituten hatte sich Ludolfs schon vor Monaten darauf verständigt, dass diese ihre Forderungen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 1. Januar erst einmal zurückstellen. Auch die Mitarbeitergehälter seien weiterhin gesichert.

„42 Interessenten haben sich nach Bekanntwerden der Insolvenz gemeldet“, berichtet Ludolfs. Von diesen seien „acht ernsthafte Kandidaten“ übrig geblieben, darunter finden sich private Investoren – aus Rotenburg, aber auch überregionale – sowie eine „große diakonische Einrichtung aus Rotenburg“.

Positiv überrascht zeigte sich der Insolvenzverwalter über die Resonanz. „Es ist schon ungewöhnlich, so viele Bewerber zu haben.“ Zurückzuführen sei das große Interesse auf den guten Ruf der Matthias-Claudius-Altenhilfe, auf die gesicherte Marktposition sowie auf die Tatsache, dass die Einrichtung seit vielen Jahren fest vor Ort etabliert ist.

Wer am Ende das Rennen macht und die MCA übernimmt, ist nach Aussage von Ludolf völlig offen. Die Entscheidung treffen die zuständigen Insolvenzverwalter in Abstimmung mit einem Gläubigerausschuss. Dass die Altenhilfe als Verbund weitergeführt wird, steht außer Frage. Ludolfs: „Jeder der potenziellen Investoren hat ein Angebot abgegeben, das sich auf die gesamte Gruppe bezieht.“

Mitte März – bis dahin soll laut Ludolfs eine Entscheidung getroffen werden, wer den Zuschlag erhält. Bis dahin geht in den Heimen alles seinen gewohnten Gang. „Die Stimmung unter den Mitarbeitern ist nach wie vor gut. Natürlich machen sich einige Sorgen, aber das müssen sie nicht.“

est

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