Neun barrierefreie Wohnungen

„Aktion Mensch“ fördert Geso-Wohnprojekt mit 280.000 Euro

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So soll das inklusive Wohnprojekt aussehen. Gefördert wird das Vorhaben von der „Aktion Mensch“.

Rotenburg - An der Glockengießerstraße stehen demnächst Bauarbeiten an: Dort will die Gesellschaft für soziale Hilfen (Geso) ein neues Wohnhaus für Menschen mit und ohne Behinderungen errichten lassen. Neun Wohnungen sollen dort entstehen, alle barrierefrei, einige rollstuhlgerecht.

„Wir sind mitten in den Planungen. Die Baugenehmigung ist erteilt, die Ausschreibungen laufen“, sagt Roland Wiese, fachlicher Leiter der Geso. Er rechnet damit, dass es Ende August oder Anfang September losgehen kann.

Sieben Wohnungen sollen mit der Grundsicherung bezahlbar sein

Die Planungen für das Vorhaben laufen bereits seit über einem Jahr – im April 2016 hat die Geso das mehr als 1000 Quadratmeter große Grundstück gekauft. Die Gesamtkosten für das inklusive Wohnprojekt belaufen sich laut Wiese auf 1,6 Millionen Euro. Finanziert wird das Vorhaben über Kredite. Durch die energiesparende Bauweise gibt es außerdem Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), erklärt Wiese. Außerdem steuert die private Fördergemeinschaft „Aktion Mensch“, die soziale Projekte für Menschen mit und ohne Behinderung unterstützt, 280.000 Euro bei. 

Das sei mit einigen Auflagen verbunden, sagt Wiese: So sollen sieben der neun Wohnungen an Menschen mit Behinderung vermietet und die Miete dieser Wohnungen so angesetzt werden, dass sie auch mit einer Rente oder der Grundsicherung bezahlbar ist. Wie hoch die Miete genau sein wird, stehe noch nicht fest, sagt Wiese. Sechs dieser Wohnungen sind für einen Bewohner gedacht, eine ist für zwei Leute geeignet.

Räume werden auf Rollstuhlfahrer ausgelegt

Die beiden übrigen Wohnungen sollen zur ortsüblichen Miete auf dem normalen Wohnungsmarkt angeboten werden. Dort können jeweils zwei Leute wohnen.

Das Haus soll mit einem Aufzug ausgestattet werden, sodass alle Wohnungen barrierefrei erreichbar sind. Mehr als die Hälfte der Wohnungen soll laut Wiese auch für Menschen im Rollstuhl geeignet sein. Dort werden dann zum Beispiel die Bäder oder die Durchgänge entsprechend gestaltet.

Außerdem soll es in der Anlage einen Gemeinschaftsraum mit Wohnküche geben. Zusätzliche Unterstützung wie Betreuung und Pflege könne über ambulante Hilfen geleistet werden. Das Haus soll möglichst energiesparend sein: So werde eine Wärmepumpenheizung eingebaut, die zwar Strom, aber kein Öl oder Gas benötigt, erklärt Wiese.

Die Geso unterstützt nach eigenen Angaben seit 1999 Menschen mit Behinderungen.

elz

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