Inken Quebe berichtet über ihre Ausbildung zur Redakteurin

„Wichtig ist vor allem die praktische Erfahrung“

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Auch die Kamera ist bei Terminen immer mit dabei.

Rotenburg - Von Jessica Tisemann. Stift, Zettel und Kamera: All das muss ein Volontär immer griffbereit haben. So auch Inken Quebe, die im Juli ihre Ausbildung bei der Rotenburger Kreiszeitung begonnen hat. Zum Abschluss unserer Azubi-Serie erzählt die 24-Jährige, was ihre Aufgaben bei der Kreiszeitung sind und warum sie sich für diesen Weg entschieden hat.

„Ich wurde gleich ins kalte Wasser geworfen“, erzählt Quebe. Wer mitten im Sommer und kurz vor der Ferienzeit mit seiner Ausbildung bei der Tageszeitung beginnt, muss damit rechnen. Und schlimm fand die 24-Jährige dies auch gar nicht, bringt sie doch bereits einiges an Erfahrung zu Beginn mit.

Schon während des Studiums an der Universität Osnabrück interessiert Quebe sich fürs Schreiben. In der Lokalredaktion des Westfalen-Blattes macht sie ihre ersten Gehversuche. Nur ein Jahr später zieht es die 24-Jährige in die Hauptstadt zur Deutschen-Presse-Agentur. Auch dort absolviert sie ein vierwöchiges Praktikum und schreibt während des Studiums als Freie Mitarbeiterin weiter für die Agentur. „Schon da stand für mich fest, dass ich bei der Zeitung arbeiten will.“

Ein kurzer Ausflug zum Radio untermauert diesen Entschluss noch, allerdings war der Arbeitsort der falsche. „Dort fehlte mir einfach das Schreiben“, erinnert sich die 24-Jährige.

Ein Abitur ist für die Ausbildung bei einer Tageszeitung ist mittlerweile Pflicht. Auch verlangen die Verlage häufig ein abgeschlossenes Studium, wie es auch Quebe vorzuweisen hat. Ihre Wahl fiel auf die Fächer Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Politik. „Die Fächerkombination kann aber auch eine andere sein“, weiß Quebe zu berichten, „wichtig ist vor allem die praktische Erfahrung.“ Und die lernt man so richtig erst in der eigentlichen Ausbildung. „Vier Wochen Praktikum vermitteln einem zwar einen guten Einblick in die Arbeitsweise bei einer Zeitung, aber Seiten selbst zu spiegeln, das heißt eine komplette Seite selbst anzulegen, das lernt man erst im Laufe der Ausbildung“, betont die gebürtige Stemwederin.

Dass die Arbeit bei der Zeitung nicht immer einfach ist, lernt die 24-Jährige schon früh während ihrer Ausbildung kennen. „Gerade in den Ferienzeiten ist es schwer, eine Seite mal so eben zu füllen.“ Da sind eigene Ideen gefragt. Und die hatte Quebe, zum Beispiel mit der Badesee-Serie. „Das hat wirklich Spaß gemacht. Es war etwas ganz Eigenes, was ich geschrieben und mir überlegt habe“, freut sich die 24-Jährige. Und durch die Recherchen zu den Artikeln konnte sie sich in ihrer neuen Heimat schon einmal ein wenig umsehen. „Jetzt weiß ich auf jeden Fall, wo ich im Sommer schwimmen gehen kann“, sagt sie und lacht.

Nach einem knappen halben Jahr gehören für die Volontärin Gespräche mit dem Bürgermeister bereits zum Alltag. Auch auf die Titelseite schaffte Quebe es schon. Zunächst mit den lokalen Titelfotos, die jeder Kollege zu einer guten Geschichte beisteuert. Dann sogar mit einer Titelgeschichte.

Wie Quebe machen viele Volontäre ihre ersten Schritte über Praktika und eine freie Mitarbeit bei einer Tageszeitung. Auch die Kreiszeitung sucht immer nach jungen Leuten, die Lust aufs Schreiben haben...

Die Stationen im Volontariat: Das Volontariat, also die Ausbildung zum Redakteur, dauert in der Regel zwei Jahre. Bei der Mediengruppe Kreiszeitung verdienen die Volontäre im ersten Ausbildungsjahr 1300 Euro und im zweiten 1599 Euro. Neben der Ausbildung in der jeweiligen Redaktion geht es für die angehenden Journalisten für einige Wochen in die Mantelredaktion, die den überregionalen Teil der Zeitung produziert. Außerdem steht eine dreiwöchige Schulung auf dem Programm. Dabei erklären Journalisten den Volontären unter anderem, wie sie ein Interview angehen oder was beim Schreiben einer Reportage wichtig ist.

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