Initiative für die Maitour zum Bullensee trifft sich mit Lokalpolitik

Das „Wie“ bleibt offen

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Die Maitour zum Bullensee ist derzeit Streitthema.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Von einem Konsens zwischen der Rotenburger Politik und der Initiative für die Maitour zum Bullensee weiß Heiko Eckloff zu berichten. Der Sprecher der Interessenvertretung – die sich aus einer mittlerweile mehr als 3300 Mitglieder großen Facebook-Gruppe herausgebildet hatte –, seine Mitstreiter und alle im Rat der Kreisstadt vertretenen Parteien haben sich am Montagabend im Rathaus getroffen.

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Dort herrschte zunächst Einigkeit in der Kernfrage: Die Maitour soll erhalten bleiben. Die Fragen nach dem „Wie“ und der Verantwortung blieben laut Eckloff jedoch offen. Daher haben die Gruppen alternative Routen zum Bullensee, aber auch mögliche neue Ziele der Tour diskutiert. Besonders im Fokus: Weichelsee und Flugplatz. Die Initiative habe allerdings Zweifel, ob die Größe des Weichelsees ausreicht. Ein Areal auf dem Flugplatz sei zwar, so Eckloff, aus organisatorischer Sicht „ideal“, dieses sei aber mit Auflagen – wie die Anwesenheit eines Sicherheitsdienstes – verbunden. Wer das finanzieren soll: unklar. Es ist ohnehin der große Knackpunkt der Diskussion: das „Wer“. Niemand möchte die Verantwortung für eine derartige Veranstaltung mit tausenden trinkenden jungen Menschen übernehmen. Weder die Stadt, noch private Akteure wie beispielsweise das „StrandHouse“ am Weichelsee oder die Initiative. Ebenfalls waren erste Ideen der Initiative für einen insgesamt geregelteren Ablauf der Maitour auf der Agenda des Treffens – insbesondere Wegescouts und ein Jugendgremium der Stadt, das als Ansprechpartner für die Verwaltung generell in Fragen, die junge Menschen betreffen, fungieren soll.

„Es war ein sehr interessantes Gespräch in großer Runde“, erklärte Eckloff. „Wir haben gemerkt, dass die Parteien unser Engagement zu schätzen wissen.“ Man habe allerdings auch gesehen, dass die Parteien in manchen Bereichen eine andere Sicht hätten und diese auch nicht fallen lassen wollen. So seien laut Eckloff etwa die Grünen-Vertreter – wie zuvor auch die Stadtverwaltung – nicht bereit gewesen, von der Forderung eines Alkoholverbots auf dem Weg zum Bullensee abzurücken. Für die Initiative ist der Konsum vom Alkohol allerdings einer der wesentlichen Merkmale der Maitour.

Konkrete Lösungen am 29. Februar

Obwohl sich alle in der Kernfrage einig seien, konnten in den eineinhalb Stunden des Treffens nicht alle Fragen angesprochen werden, so der Sprecher. Für den 29. Februar wurde daher eine weitere Zusammenkunft vereinbart, bei der es auch um konkrete Lösungsansätze gehen soll.

Ab Mittwoch setzen sich Eckloff und Co. aber zunächst mit weiteren Institutionen zusammen, um über die Bullensee-Tour zu sprechen. Nach dem Treffen mit Vertretern des Naturschutzbundes (Nabu) steht am Donnerstag ein zweiter Termin mit Bürgermeister Weber sowie dem Ordnungsamts-Chef Frank Rütter und der Rotenburger Polizei auf dem Programm der Initiative.

Vor dem zweiten Treffen mit den Parteien gibt es noch das öffentliche Treffen mit interessierten Bullensee-Pilgern und Weber am Dienstag ab 18 Uhr in der Aula der Realschule. Da gelte es, so Eckloff, „Präsenz zu zeigen“. „Jetzt ist die breite Masse gefragt“, sagt er. „Wenn da keiner hingeht, scheint das Thema auch keinen zu kümmern.“

Bilder von der Bullensee-Maitour 2015

Tausende auf dem Weg zur Party am Bullensee

Maitour zum Bullensee - Teil 2

Maitour zum Bullensee - Teil 3

Maitour zum Bullensee in Rotenburg / 4

Maitour zum Bullensee in Rotenburg / 5

Maitour zum Bullensee in Rotenburg / 6

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