Indrid Berg-Pund eröffnet Ausstellung „50 Bronzen“ im Skulpturengarten

Formen zum Anfassen

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Ingrid Berg-Pund mit Barett und Frauengestalt mit dem sexy Hintern.

Rotenburg - In ihrem Garten, zwischen blühenden Apfelbäumen und rosafarbenen Rhododendren, hat die Rotenburger Künstlerin Ingrid Berg-Pund viele ihrer kleinformatigen Bronze-Skulpturen aufgestellt. Berg-Pund hat die Ausstellung „50 Bronzen“ im Skulpturengarten und in der Galerie des Kunstvereins „Der Bogen“ in Rotenburg am Sonntag eröffnet.

Wie zufällig trifft der Betrachter auf eine kleine Bärenfamilie, eine Flussfrau, eine Wümmenixe oder eine schmale Frauengestalt mit einem sexy-faszinierenden Hinterteil. Mittendrin die Gastgeberin, ein goldgemustertes Barett auf ihren roten Haaren und im Hintergrund leise Gitarrenmusik, interpretiert von dem Rotenburger Architekten Henner Gresbrand, einem Freund des Hauses.

Ingrid Berg-Pund zeigt den Besuchern bronzene Figuren, die zum Teil für Wettbewerbe für Kunst am Bau von ihr entworfen wurden und deren großformatige Gegenstücke beispielsweise vor dem Rotenburger Kreishaus stehen – wie die Fischotter-Gruppe. Weitere Figuren sind im Haus zu sehen: Schmetterlinge, zwei Ziegen, oder eine Fantasiefigur für einen Brunnen, die Berg-Punds Assoziationen zu der Vissel-Sage visualisiert. Auch Figuren wie „Der Schlaf“ oder eine aus dem Stein wachsende liegende Frauengestalt, die die Künstlerin „Steinerne Empfindung“ nennt, reizen mit ihren schmeichelnden Formen zum Berühren.

Das ist auch ein Anliegen der Künstlerin: „Bildhauerei ist eine haptische Erfahrung, mit den Händen entstehen die Formen, das ist eine Sensibilisierung aller Sinne, vielmehr als beim Malen.“

Sie gestaltet ihre ersten Ideen zu einer Figur mit Gips. „Ich bin eine große Gipserin, das war ich schon im Studium bei Professor Gerhard Schreiter oder Waldemar Otto in Bremen“, gesteht sie schmunzelnd. Damals waren ihre Figuren lebensgroß, aber im Alter seien kleinere Figuren für sie besser zu händeln. Die Gipsformen lässt sie dann in Bronze gießen, wobei das Gießen heutzutage meist teurer sei, als der Preis, zu dem sie dann das Endprodukt verkaufen könne.

Neben den Skulpturen gibt es viele Bilder der Künstlerin, wobei ein großformatiges Selbstportrait besonders beeindruckend ist, zu sehen. Die Ausstellung geht noch bis zum 26. Juli in der Galerie an der Immelmannstraße 1. Am 6. Juni um 15 Uhr findet außerdem ein Künstlergespräch mit Professor Hans-Fred Weiser, dem Schirmherrn der Künstlergruppe „Der Bogen“, statt.

hs

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