Bewohner klagen über Wasser und Matsch

Rotenburg: Immer wieder „Land unter“ im Neubaugebiet

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Am Emsländer Weg im Neubaugebiet an der Brockeler Straße steht nach stärkerem Regen der Seitenbereich zum Teil erheblich unter Wasser. Das ärgert viele Anwohner. 

Rotenburg - Von Guido Menker. Das Problem ist unverkennbar. In den Seitenbereichen des Emsländer Weges steht das Wasser in zum Teil riesengroßen Pfützen. Es ist nicht die einzige Straße im Neubaugebiet an der Brockeler Straße, die davon betroffen ist. Fast überall das gleiche Bild, wenn es stark und anhaltend geregnet hat: „Dann brauchen Sie wirklich Gummistiefel, um auf das Grundstück zu kommen“, sagt Karl-Heinz Kappler. 

Seit mehr als drei Monaten wartet er darauf, dass Bürgermeister Andreas Weber (SPD) seine Zusage einhält. Weber und auch Peter Ahrens vom Tiefbauamt der Stadt hatten versprochen, schnellstmöglich für eine Verbesserung zu sorgen. „Passiert ist seitdem nichts“, ärgert sich Kappler.

Vor Kurzem erst hat sich Kappler zum zweiten Mal auch an die Hausverwaltung gewandt. Die möge doch bitte etwas unternehmen. „Die haben mir gesagt, dass sich auch einige andere Anwohner darüber ärgern“, so Kappler. Seit anderthalb Jahren lebt er mit seiner Frau im Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses am Emsländer Weg. „Wir wohnen wirklich gerne hier, es ist schön, und es ist ruhig.“ 

Nur die Sache mit dem vielen Wasser schmälert zurzeit die Freude über die neue Wohnung. „Auch dann, wenn Gäste kommen, gibt es Probleme. Hat es stark geregnet, ist es für sie ein Problem, irgendwo ihren Wagen abzustellen“, sagt der Rotenburger. Weil neben der Straße alles unter Wasser steht, schaffen sie es nicht, trockenen Fußes das Grundstück zu erreichen.

Löcher werden größer und tiefer

„Mir ist doch klar, dass es nicht von heute auf morgen zum Endausbau der Straßen kommt, aber trotzdem könnte man etwas unternehmen“, so Kappler. „Schotter aufschütten und planieren – das wäre ja schon hilfreich.“ Erst einmal sei das bislang passiert. Die Löcher, in denen sich das Wasser staut, würden immer größer und tiefer.

„Ich kann den Ärger verstehen“, sagt der Bürgermeister. Bereits Anfang Dezember sei der Auftrag an eine Fachfirma gegangen, sich genau um dieses Problem zu kümmern. Die Experten hätten aber deutlich gemacht, dass diese Arbeiten nur dann sinnvoll seien, wenn es über eine etwas längere Zeit am Stück trocken bleibt, sodass der Boden selbst nicht mehr so matschig ist.

Nur dann sei eine solche Maßnahme auch erfolgversprechend. Weber merkt in diesem Zusammenhang an, dass die Stadt gerade erst die Straßen mit einem Bürstenwagen habe reinigen lassen. Er bringt zugleich seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Löcher neben den Straßen schon bald gestopft werden können.

Im vergangenen Jahr hatte die Arbeitsgruppe von CDU und Freien Wählern im Stadtrat versucht, den Straßenendausbau in den Neubaugebieten am Stockforthsweg sowie an der Brockeler Straße vorzuziehen. Sie wollte die Planungen dafür schon in diesem Jahr angehen. Aus diesem Vorhaben ist nichts geworden. Die Mehrheit des Stadtrates war nicht bereit, die dafür erforderlichen Mittel in diesem Jahr im Etat der Kreisstadt bereitzustellen.

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