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Marje Grafe lässt nicht locker: IGS wird Wahlkampf-Thema

Das Hinweisschild der IGS Rotenburg.
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Ratsfrau Marje Grafe möchte sich weiter für eine Oberstufe an der IGS Rotenburg einsetzen. Zuletzt war es ruhig geworden um das Thema.

Rotenburg – Es ist ruhig geworden um die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Rotenburg. Nach dem erneuten Nein vor anderthalb Jahren im Stadtrat zum Antrag auf Einrichtung einer Oberstufe an der Gesamtschule in der Kreisstadt ist dieses Thema von der politischen Bühne verschwunden. Für Ratsfrau Marje Grafe ist es damit allerdings noch lange nicht vom Tisch.

Sie verspricht: „Ich mache es zum Wahlkampf-Thema.“ Marje Grafe lässt also nicht locker und will sich weiterhin dafür stark machen, dass die Schüler möglichst bald die Gelegenheit bekommen, von der fünften bis zur 13. Klasse die IGS Rotenburg besuchen zu können.

Marje Grafe gehört dem Landeselternrat an.

Die 49-jährige Mutter dreier Kinder – seit Beginn dieses Jahres Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen sowie seit 2009 Mitglied im Schulelternrat – ist jetzt in den Landeselternrat gewählt worden. Dieser konstituiert sich im Mai, wird dann seine Fachgruppen bilden und die eigentliche Arbeit aufnehmen. Marje Grafe ist für den Bereich der Gesamtschulen in dieses Gremium gekommen. Ihr geht es allen voran um die Genehmigungswege.

Das Nein im Stadtrat zum Antrag auf Einrichtung einer IGS-Oberstufe habe aus ihrer Sicht verhindert, dass am Ende Fachleute prüfen, ob eine weitere Oberstufe in der Kreisstadt sinnvoll und machbar ist. Marje Grafe: „Ich hoffe, im Landesschulelternrat etwas für die Gesamtschulen bewirken zu können.“ Bei ihrer Arbeit dort habe sie aber auch die anderen Schulen fest im Blick.

Marje Grafe ist 1996 für die SPD in den Stadtrat gewählt worden und hat schon früh damit begonnen, sich vor allem um jugendpolitische Themen zu kümmern. Es sei eine „logische Konsequenz“ gewesen, sich dabei mit Fragen zu Kindergärten und Schulen zu befassen. Seit 2009 gehört sie dem Stadtelternrat an, in dem sie bis vor zwei Jahren auch Vorsitzende war, seit 2015 sitzt sie darüber hinaus im Kreiselternrat. Im Stadtelternrat sind alle Rotenburger Schulen vertreten – die städtischen Grundschulen, die Montessori-Schule, die Förderschulen sowie die weiterführenden Schulen. Bei wichtigen Themen bezieht dieses Gremium Stellung und sendet entsprechende Signale in Richtung Stadtrat sowie in die Öffentlichkeit. „Wir befassen uns mit der Rotenburger Schullandschaft und versuchen, die Schulen in allem zu unterstützen, was sie möchten und planen.“ Für den vergangenen Herbst war eigentlich die Neukonstituierung vorgesehen – die musste aufgrund der Pandemie verschoben werden, berichtet Marje Grafe im RK-Gespräch.

Der Landeselternrat sei nah dran am zuständigen Kultusministerium und damit auch am Minister, sagt die Rotenburgerin. „Man wird gehört, das ist spannend“, fügt Grafe hinzu. Gerade was die Genehmigungsverfahren zur Einrichtung von Gesamtschulen angeht, hofft sie, etwas bewirken zu können. Sie hält es einfach nicht für richtig, wenn ein Kommunalparlament diese Entscheidung trifft – da seien Fachleute gefragt. „Seit 2008 kämpfe ich für diese Schulform. Seit 2014 haben wir die IGS in Rotenburg, aber sie ist noch nicht fertig.“ Es fehle nach wie vor die Oberstufe. Marje Grafe lässt dieser Kampf für die Oberstufe nicht los. Das hatte sie auch nach den beiden Abstimmungen dazu im Stadtrat schon deutlich gemacht. Sie hatte Tränen in den Augen, als der Plan der IGS keine Mehrheit gefunden hatte. „Warum ziehen nicht alle an einem Strang?“, fragt die Mutter mit Blick auf die Berufsbildenden Schulen (BBS) sowie auf das Rotenburger Ratsgymnasium. Aus ihrer Sicht gehe um einen Mehrwert. Darum lässt sie nicht locker. Dass die IGS zum Wahlkampf-Thema wird, wenn es in Richtung September geht, sei sicher. „Ich werde es auf jeden Fall zu einem Thema machen“, verspricht sie. Alles andere wär nicht fair den Kindern und den Lehrern gegenüber.

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