Merwel Otto-Link zur Vorsitzenden gewählt

Igelpflege Rotenburg gründet Verein

Gründungsmitglieder: Nicole Geldermann (v.l.) , Siegbert und Birgitt Robben, Susanne Heinzel, Uwe Dzierzon, Renate Küsel, Thomas C. Garde sowie sitzend Merwel Otto-Link und Corinna Dzierzon. Es fehlt Andreas Otto.

Rotenburg – Die umweltbewusste Rotenburgerin Merwel Otto-Link setzt sich seit 2013 für Igel in der Kreisstadt und umzu ein. Was damals mit der Pflege von wenigen Tieren begann, hat sich heute, 16 Jahre später, so entwickelt, dass jährlich mehr als 200 Igel zur Pflege bei ihr zu Hause an der Bremer Straße aufgenommen und wieder ausgewildert wurden. „Da der Zulauf stetig angewachsen ist, war die Pflege von mir und meinen Freunden nicht mehr zu schaffen“, erklärte Otto-Link. Daher sei die Gründung eines Vereins längst überfällig gewesen, sagte sie.

Am Samstag war es dann soweit. Zehn Personen haben sich zur Gründungsversammlung des Vereins „Igelpflege Rotenburg“ im Haus von Otto-Link eingefunden, um Nägel mit Köpfen zu machen. „Wir haben uns bisher ausschließlich über Spenden über Wasser gehalten. Es gibt für die Erhaltung der Tierart keinerlei staatliche finanzielle Unterstützung.“

Schnell waren die Gründungsmitglieder sich einig und wählten Merwel Otto-Link zur Vorsitzende und Corinna Dzierzon zur Stellvertreterin. Beide sind laut Satzung der geschäftsführende Vereinsvorstand. Die fertige Satzung liegt dem Finanzamt vor und ist bereits mündlich genehmigt worden, so die Vorsitzende.

„Sobald unser Verein beim Amtsgericht Walsrode eingetragen und ein Konto angelegt ist, kann jedermann dem Verein als Fördermitglied beitreten und die Igelpflege unterstützen.“ In rund sechs Wochen werde alles in trockenen Tüchern sein. Die Tiere, die vom Verein aufgenommen werden, sind teilweise schwer verletzt, sodass oft tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss. „Dazu arbeiten wir mit ortsansässigen Tiermedizinern eng zusammen“, so Otto-Link.

Aktuell befinden sich 42 Igel in der Obhut des neugegründeten Vereins. Darunter sind viele verwaiste Säuglinge, die von den Ehrenamtlichen von Hand aufgezogen werden müssen. Ziel ist es, die Igel nach der Genesung in ihre natürliche Umgebung zurückzuführen. Sie werden dann ausgewildert.

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