Hotel Landhaus Wachtelhof feiert Jubiläum / Gala mit 200 Gästen

In 25 Jahren kaum verändert

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Philipp Lennartz (l.) und Heiko Kehrstephan sind die Direktoren des Wachtelhofs.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Ein Luxushotel in Rotenburg? Was heute normal ist, wurde von vielen Bürgern der Kreisstadt Anfang der 90er-Jahre sehr skeptisch gesehen. Mittlerweile gehört der Wachtelhof allerdings zum Stadtbild, und sein 25. Geburtstag steht kurz bevor.

Der 28. November 1990 war der Tag, an dem das Rotenburger Unternehmerehepaar Heinrich und Marianne Höhns sein Hotel eröffnete. „Es wurde als Traumfabrik gebaut“, sagt Philipp Lennartz, der das Hotel heute zusammen mit Heiko Kehrstephan leitet. Der Wachtelhof – ein Herzenswunsch der Eheleute Höhns. Und immer noch im Familienbesitz. Kehrstephan ist ein Schwiegersohn der Beiden. Seit 18 Jahren arbeitet er im Betrieb, angefangen hatte er damals in der Abteilung Veranstaltungen als Bankett-Koordinator. Lennartz ist vor etwa zwei Jahren dazu gestoßen.

Gebaut wurde das Hotel auf dem Gelände der alten Gerberei, die der vorbeiführenden Gerberstraße ihren Namen gab. Die Einrichtung ist an den österreichischen Landhausstil angelehnt, der „aber für damalige Verhältnisse modern interpretiert wurde“, sagt Kehrstephan. Noch ist fast alles so, wie es von den Eheleuten Höhns gebaut wurde. Nur im Detail fanden Neuerungen statt.

Doch das soll sich ändern. „Zum Jubiläum wollten wir uns auch sichtbar verändern“, sagt Lennartz. So wurde bereits das Erdgeschoss komplett renoviert. Im neuen Jahr wolle man „peu à peu“ die Zimmer neu gestalten, so Kehrstephan. Das sei aber gar nicht so einfach, schließlich muss der Hotelbetrieb parallel weiterlaufen. Die Gäste dürften dabei nicht zu sehr belastet werden.

Das Jubiläum wird gefeiert – selbstredend. Nicht nur die Gala am Samstag, 28. November, zu der Kehrstephan und Lennartz etwa 200 Gäste eingeladen haben, gehört dazu. Auch andere Veranstaltungen, wie eine Reise in die französische Champagne mit einigen Stammgästen, wo die Reisegruppe den Winzer des Haus-Champagners besuchte, gehören zur Geburtstagsfeier.

Die Gäste des Wachtelhofs kommen zum größten Teil aus Städten, die drei bis vier Autostunden entfernt sind, sagt Kehrstephan. Einige aus dem Ruhrgebiet, ein paar mehr aus Hamburg oder Schleswig-Holstein. Durchschnittliche Verweildauer: „Drei bis vier Tage“, sagt Kehrstephan. „Für einen Kurzurlaub will man nicht lange fahren.“ Einen internationalen Ruf hat der Wachtelhof aber dennoch. Ein gutes Online-Marketing macht es möglich.

Kurzurlauber – dass diese mal das Hauptklientel ihres Hotels sein soll, hätten die Eheleute Höhns, so Kehrstephan, nie gedacht. Die gingen damals doch mehr von Tagungsgästen aus. Aber: „Den Tourismus in Rotenburg darf man nicht unterschätzen“, sagt der Hoteldirektor. „Es ist ein schönes Fleckchen Erde.“

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