Musikalische Realschule

„Horn to be wild“

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Die Bläserklasse des Ratsgymnasiums war mit einem Cancan und dem Titanic-Song „My heart will go on“ vertreten.

Rotenburg - „Rotenburg ist der geräuschvollste Landkreis im Norden“ – mit dieser These sollte Moderator Hendrik Pröhl am Sonntag in der Realschule Rotenburg Recht behalten: Was die rund 160 Teilnehmer der Bläserklassen des Landkreises an diesem Nachmittag in der Aula zum Besten gaben, konnte sich durchaus hören lassen, und das beileibe nicht nur in punkto Dezibel.

Nach 2012 kamen zum zweiten Mal gleich fünf Ensembles zusammen, die an ihren Schulen ein Blasinstrument erlernen – dank der Bemühungen von Kreismusikschule und der Kontaktstelle Musik sowie einer Anschubfinanzierung der Sparkasse, denn, wie der Leiter der Kreismusikschule, Tilman Purrucker, zu berichten wusste: „Da kommen schnell mal 20 000 Euro für einen Bläsersatz zusammen.“

Neben dem Ratsgymnasium Rotenburg mit Offenbach, Brahms und dem Titanic-Titelsongs „My heart will go on“ stellte auch die Bläserklasse des St.-Viti-Gymnasiums Zeven mit einem Repertoire zwischen Europa-Hymne und „Pipi Langstrumpf“ seine Vielseitigkeit unter Beweis. Die Bläser des Gymnasiums Bremervörde kamen sogar mit Unterstützung einer Gitarre, „damit die fünfte Klasse voll wird“, wie Leiter Birger Franze ebenso flexibel wie pragmatisch erklärte.

Verzahnung und Vernetzung wurden als Schlagwörter nicht nur von Hartmut Leefers beschworen. Der Vorsitzende der Kontaktstelle Musik, angetreten, um „das qualitative Nord-Südgefälle in punkto Blasmusik aufzuheben“, sieht in den Bläserklassen keine Konkurrenz zu anderen Ensembles. An die Eltern gewandt plädierte er: „Lassen Sie nicht zu, dass Ihre Kinder mit dem Ende der Bläserklasse mit dem Musizieren aufhören!“

Ein gelungenes Beispiel für eine solche Kooperation lieferte die Bläserklasse des Gymnasiums Sottrum, das verstärkt wurde von jungen und jung gebliebenen Musikern der Nachwuchssparte des Jungen Orchesters Auenlands. Leiterin Sandra Behrens demonstrierte bei „Born to be wild“ unter Mitwirkung von zwei Hörnern humoristisch, wie wichtig Dirigenten sein können.

Zustande kommt der Unterricht oft erst durch die Kooperation mit der Kreismusikschule, die oft die Lehrer stellt. Die waren denn auch erstmalig mit zwei Stücken im Lehrer-Ensemble zu hören. Eine Probe hatte reichen müssen, um einen Song von Chicago und den Klavierklassiker „Pink Panther“ auf die Bühne zu bringen.

Der gemeinsame Abschluss mit „Fluch der Karibik“ aus 160 Instrumenten untermauerte Pröhls Anfangsthese – und sorgte für Standing Ovations.

 hey

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