Werke von Lisa Bachmann und Günter Lampe

Ausstellung „Farbklänge“: Holz und Glas treffen Malerei

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Lisa Bachmann präsentiert 40 Exponate im Foyer des Kantor-Helmke-Hauses.

Rotenburg - Der Leiter der Rotenburger Volkshochschule, Michael Burgwald, hat am Dienstagabend im Kantor-Helmke-Haus (KHH) eine ganz besondere Ausstellung eröffnet. Bis zum 30. Juni werden 40 abstrakte Werke der Malerin Lisa Bachmann aus Lilienthal und 29 Skulpturen von Günter Lampe aus Westerholz dort gezeigt. Das Foyer des roten ehrwürdigen Backsteingebäudes hat sich durch die Exponate in einen Raum mit verschiedenen Farbklängen verwandelt und verführt Besucher des Hauses zu einem Rundgang.

Ein schneller Blick auf die Gemälde und Skulpturen reicht allerdings nicht aus, denn es gibt vieles zu entdecken, was der Betrachter auf dem ersten Blick gar nicht erkennen kann, erklärte Burgwald. Die Werke der beiden Künstler ergänzen einander, sind abstrakt und haben keinen Titel. „Hier ist die Fantasie des Betrachtes gefordert und auch so von uns gewollt“, waren sich beide Künstler einig.

„In der Malerei interessiert mich vor allem der freie Umgang mit Farben, Formen und Linien“, sagte Bachmann. Durch das Malen aus der Farbe heraus ohne geplantes Ziel würden lyrisch-abstrakte Bildkompositionen entstehen. Vor der Realisierung eines Bildes habe sie keinen Entwurf im Kopf. Es gebe aber Kriterien, nach denen sie malerisch vorgehe. So lehne sie sich innerlich stark an die Natur an. „Dort ist alles in ständiger Bewegung und Verwandlung.“ Im Prozess des Entstehens der aus der Farbe heraus sich bildenden Flächen seien daher Metamorphosen und Dynamik, aber auch Polaritäten, unter anderem Licht und Dunkelheit, wichtige Kriterien ihrer Arbeit. Ihr Bestreben sei es, dass von den Bildern eine stille Aufforderung ausgehe, beim Betrachten einen eigenen Weg durch das Gemälde zu kreieren und vielleicht zum Erlebnis werden zu lassen.

Günter Lampe erschafft seine Objekte aus Holz, die er mit Farbglas kombiniert. Als ehemaliger Werklehrer hat er zudem das handwerkliche Rüstzeug, seine Ideen in Holz-Skulpturen mit Farbglas umzusetzen. Dabei benutzt er zwei unterschiedliche Farbpaletten, und zwar die des Holzes, zum Beispiel Kastanie, Erle, Linde, Abachi sowie Kirsche, und die des Buntglases. Die Figuren entstehen durch die Bearbeitung eines größeren Holzblocks. Erst später ergänzt der Künstler mit Farbglas die Skulptur. „Holz nehmen wir meist dreidimensional wahr und erkennen dezente Farben, fühlen seine Oberfläche und nehmen den typischen Geruch wahr“, so Lampe. Anders sei es bei Glas, es erscheine zweidimensional, fühle sich kalt an und sei fast geruchlos. Dafür besteche Glas aber wie kaum ein anderes Material durch seine Farbbrillanz – und das transparent oder auch reflektierend. - go

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