Hörgenuss beim Benefizkonzert

Gänsehaut und eine Träne

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Das Konzertprogramm war ausgewogen.

Rotenburg - Das weihnachtliche Vorspiel vor Eltern und Geschwistern – für viele Musikschüler ein fester Bestandteil der Ausbildung, schult es doch die Vorbereitungs- und Auftrittspraxis. Zu einem besonderen Ereignis haben es die Musiklehrerinnen Meike Pesch, Swetlana Klein und Swetlana Kruse gemacht. Bereits zum vierten Mal stellten sie den Auftritt ausgewählter Musikschüler mit einem Benefizkonzert für den Verein „Hospiz- und Palliativarbeit in der Region Rotenburg“ am Sonntag in der Auferstehungskirche in den Dienst einer guten Sache.

Das mit vielen „Klassikern“ wie Bachs Inventionen oder einem Allegro aus einer Mozart-Sonate und einigen modernen Stücken wie „All of Me“ oder Adeles „Hello“ ausgewogene Programm bot mehr als einen Anknüpfungspunkt. Stücke wie „Over the Rainbow“ in einer Version für zwei Saxophone und Klavier nahmen den Faden zu dem auf, worum es bei dem „Joint Venture“, bei dem auch Bäckerei Brunnenmüller, Imkerei Nehrke und Gärtnerei Müller als Sponsoren im Boot sind, eigentlich geht.

„Wir wollen auf unsere Arbeit aufmerksam machen, so Vorstandsmitglied Hermann Koopmann, „und den trauernden Kindern zeigen: ‚Ihr könnt auf unsere Hilfe zählen!‘“ Er konstatierte einen immer größeren Bedarf an Trauerarbeit. Die gilt es, durch die Ausbildung weiterer ehrenamtlicher Helfer auf breitere Basis zu stellen betonte Koopmann: „Dafür bekommen wir keine Zuschüsse.“

Hospizhelferin Elsbeth Bonath schilderte eindrücklich am konkreten Beispiel, wie anders Kinder trauern und wie viel Fingerspitzengefühl, aber vor allem auch Zeit die Helfer bei ihren Besuchen mitbringen müssen. Die Geschichte des kleinen David, der mit dem Tod des im Lkw verunglückten Opas erst abschließen konnte, als der Verein nach vielen Mühen dessen Lenkrad als Erinnerung besorgen konnte, bewegte das Publikum in der Auferstehungskirche; ebenso einige musikalische Beiträge, etwa das Lied „Kinder brauchen Träume“ mit Julia Mattick (Gesang).

Die Musiker zeichneten sich durch eine souveräne Präsentation aus; mit dem Allegro aus einer Beethoven-Sonate setzte die Pianistin Sarah Bausmerth ebenso Maßstäbe wie Wolfgang Pesch am Saxofon mit einem Astor Piazzolla, begleitet von Mutter Meike. Würdiger Abschluss, der dem ein oder anderen eine Träne in den Augenwinkel trieb: Das Finale aller Künstler mit Michael Jacksons „Heal the World“.

hey

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