Hochzeitsplaner Frank „Froonck“ Matthée liest im Wachtelhof

Der schönste Beruf

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Der Hochzeitsplaner Frank Matthée hat das Publikum schnell auf seiner Seite.

Rotenburg - Von Bettina Diercks. Eine Weltpremiere präsentierte der Wachtelhof seinen Gästen am Freitag. Direktionsassistentin Margrit Jäger-Waldau hatte den bekannten Hochzeitsplaner Frank „Froonck“ Matthée in das Fünf-Sterne-Haus geholt. Der 47-jährige Eventmanager hatte im Dezember das Taschenbuch „Hochzeitsfieber: Liebe, Tränen, Traualtar – meine besten Storys“ herausgebracht. Festgehalten hat er darin seine zwölfjährige Erfahrungen und Erlebnisse aus 400 Hochzeiten (mittlerweile 13 Jahre und 500 Hochzeiten).

„Das ist meine erste Lesung – eine Premiere! Sehen sie mir nach, wenn etwas nicht ganz so gut gelingt“, sagte Matthée nach der Vorspeise. Denn Jäger-Waldau hatte die Lesung mit einem Menü gespickt – mit Hochzeitsflair, versteht sich. „Für den einen oder anderen ist das ja vielleicht eine Anregung“, sagte die Direktionsassistentin mit einem Augenzwinkern.

Matthée hatte mit seiner bloßen Anwesenheit, seinem lockeren Auftreten und seiner kommunikativen Art sofort das Publikum auf seiner Seite. Im Gegensatz zu den vorigen Lesungen im Hause Wachtelhof, hatte das Hotel-Team dieses Mal einen Sessel aufs Podium gerückt und sich mit einem Beistelltisch begnügt. Darauf: Heißes Wasser und Honig. „Ich komme mir fast vor wie der Weihnachtsmann“, scherzte Matthée aufgrund seiner Sesselsitzposition.

„Ich habe mich für ein paar Tage mit einem Ghostwriter eingeschlossen. Vielleicht war das auch psychologisch, dass alles mal raus musste“, berichtete Matthée über die Entstehung des Buches. Teilen und Beleuchten will er: Die Faszination von Hochzeiten, zu hoch gehängte Ansprüche und, dass es um das Zwischenmenschliches geht.

„Da habe ich einiges gelernt. Oft wurde über einige Jahre in der Familie etwas nicht ausgesprochen, bei einer Hochzeit offenbart sich dann der Knackpunkt. Im Zweifel muss man sich gegen die Familie aber immer für den Partner entscheiden“, sagte Matthée der eines hervorhob: „Miteinander reden.“

„Ich hatte überhaupt keine Ahnung“, erinnert sich Matthée an seine Anfänge als Hochzeitsplaner. Für seine erste Messe habe er ein – für damalige Verhältnisse – ausgefallenes Konzept entwickelt, das sich dafür aber hervorhob: Statt bieder modern, billig mondän. Seine ersten Kunden entschieden sich bei der Messe auf Schloß Diedersdorf (Brandenburg) aufgrund seiner echten Champagnerflöten für Matthée. Für ihn ein Schlüssel-Erlebnis, das ihn noch heute in seinen Planungen begleitet: Alles sollte für den schönsten Tag im Leben mit Liebe ausgesucht werden. Selbst die Kleinigkeiten. Eine Hochzeit sollte nicht mit einem Programm überfrachtet sein, und es sollte nicht zwanghaft am Zeitplan festgehalten werden, um gegebenenfalls die gerade gute Stimmung nicht zu zerstören, so Matthée.

„Für mich ist das nach wie vor der schönste Beruf“, sagte er, der mit seinem Buch nicht einfach nur einen Hochzeits-, sondern auch einen Lebensratgeber vorgelegt hat. Für die Gäste seiner Lesung nahm sich der Eventmanager anschließend viel Zeit, ließ sich Hochzeitsbilder und -ideen unterbreiten und mit den Paaren ablichten.

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