Rotenburger Band Project Thunderbolt hofft mit Crowdfunding-Aktion auf Unterstützung für neue CD

Hilfe gegen das „Album-Monster“

Project Thunderbolt Sänger Felix Henke bei dem Aufnahmen zum neuen Album. Für dieses braucht die Band noch Geld.

Rotenburg - Von Matthias Röhrs. Das Monster hat zugeschlagen. Schon seit September vergangenen Jahres sind die vier Musiker der Rotenburger Metal-Band Project Tunderbolt dabei, ihre erste professionell produzierte CD aufzunehmen. Ein kostspieliger Traum, und so hat ihr „Album-Monster“ – wie sie das Projekt liebevoll in einer Videobotschaft nennen – auf halber Strecke die finanzellen Mittel der Gruppe aufgefressen. Die setzt nun auf Unterstützung durch ihre Fans.

Es geht um genau 1 950 Euro, die die Band nun über eine Crowdfunding-Aktion reinholen möchte. Diese haben Sänger und Gitarrist Felix Henke und seine drei Mitmusiker am Wochenende beim Anbieter „kickstarter.com“ ins Netz gestellt. „Bei anderen Bands funktioniert das auch“, gibt sich Henke optimistisch. Die Band würde über sozialeMedien mittlerweile viele Leute erreichen, seit der Gründung im Sommer 2010 habe man sich zudem in der regionalen Musikszene sehr gut vernetzten können.

Fast die gleiche Summe, wie sie jetzt noch benötigt wird, hat Project Thunderbolt bereits in dieses Album investiert, das mit „Among The Dead“ bereits einen Titel hat; für das Studio, Anzahlungen beim Presswerk, das Artwork oder Gastmusiker. Die 1 950 Euro benötigt sie, um beispielsweise das Mixen und Mastern der Songs oder den Druck der Hüllen zu finanzieren. Ein teurer Traum, war sich die Band von Anfang an bewusst, dennoch wagte sie das finanzielle Risiko.

„Among The Dead“ soll die dritte Veröffentlichung der Rotenburger werden. Mit „Cold Steel“ aus dem Jahr 2011 und „Unleashed“ aus 2014 kann die Band bereits zwei EPs in ihrer Diskografie vorweisen. Nur haben sie diese selbst produziert, nun soll was „Richtiges, was Reelles her“, so Henke. So gehören zur CD auch ein Digipack mit Booklet, ein Cover von einem renomierten Künstler, aber auch T-Shirts. „Wir finden, das gehört dazu“, sagt Henke. Es soll ein Gesamtprodukt werden, das vielleicht auch die Aufmerksamkeit eines Labels erregt, hoffen die Vier.

Dafür haben sich die Rotenburger auch ins Zeug gelegt und mit dem Start der Kampagne auch ein Video veröffentlicht, in dem sie ihr Vorhaben nochmals erklären. Zudem haben sie auf der Crowdfunding-Plattform ihre genaue Kostenkalkulation hinterlegt, damit potenzielle Investoren auch wissen, wie die Musiker das Geld anlegen wollen.

Für die ausstehende Summe will die Band ihren Fans, aber natürlich auch den anderen Interessenten, etwas zurückgeben – ganz gemäß des Crowdfunding-Prinzips. Je nach Spendenwert fällt die „Rendite“ verschieden aus. So gibt es Symbolisches wie „ewige Dankbarkeit“ für fünf Euro, oder Grundsätzliches, wie das fertige Album exklusiv vor allen anderen für 15 Euro. Je nach Investitionssumme stockt Project Thunderbolt die Pakete beispielsweise mit T-Shirts, mit bei den Aufnahmen benutzten Schlagzeugfellen oder auch mit Konzertbannern auf. Wer etwas tiefer in die Tasche, kann die ganze Band bekommen. Wahlweise für einen akustischen Auftritt im eigenen Wohnzimmer (200 Euro), oder ganz laut und in voller Ausrüstung auf der eigenen Party (400 Euro). Und sie scheint damit anzukommen: Bis gestern Abend haben zehn Unterstützer eine Summe von insgesamt 299 Euro gespendet

Bis zum 17. Mai hat die Band nun Zeit, das Geld zu sammeln. Schafft sie es nicht, ist die Aktion gescheitert und alle Unterstützer bekommen ihr Geld zurück. „Es gibt kein Risiko für den Spender“, stellt die Band klar. Und sollte es dennoch nicht reichen? „Damit beschäftigen wir uns, im Fall der Fälle. Das Album kommt definitiv“, so Henke.

www.project-thunderbolt.de

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