Hereinspaziert!

Tourow-Projekt „Private Gärten“ geht in eine neue Saison

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Die Gartenbesitzer und der Tourow freuen sich schon auf die neue Saison der „Privaten Gärten“.

Rotenburg - Von Guido Menker. Für die einen ist es der bereichernde Austausch, für die anderen die Freude über das große Interesse der Besucher. Der eine ist stolz auf seine vielen Rosen, der andere unterstreicht, vor allem insektenfreundlichen Blumen viel Raum zu geben. Doch unter dem Strich haben sie alle eines gemeinsam: die Freude daran, ihre Gärten auf ganz eigene Art zu gestalten.

30 kleine Gartenparadiese im gesamten Landkreis Rotenburg sind in diesem Jahr unter der Überschrift „Private Gärten“ wieder mit von der Partie. Viele der beteiligten Gartenbesitzer, die an ganz unterschiedlichen Tagen ihre Gartenpforten für die interessierte Öffentlichkeit öffnen, haben sich kurz vorm Saisonstart beim Touristikverband Landkreis Rotenburg (Tourow) getroffen.

Hartmut Leefers als Vorsitzender des Tourow lobte diese Initiative, die 2004 ihren Anfang genommen hatte - und zwar im Garten von Karin Gester in Wittorf. Ihr Garten und auch die anderen 29 finden sich in einer Broschüre wieder, die mit einer Auflage von 10 000 Exemplaren alle Interessenten über die Gärten an sich, die Adressen sowie über die Öffnungstermine informieren soll. 

Der Druck des Heftes war nur mit der Unterstützung der Sparkasse Rotenburg Osterholz sowie der Sparkasse Scheeßel möglich, unterstreicht Tourow-Geschäftsführer Udo Fischer die erneute, großartige Unterstützung. Die Sparkassen betonten bei diesem Treffen allerdings, dass sie es gerne machen, schließlich „geht es auch uns gut, wenn es dem Landkreis gut geht“, so Volker Eichler (Sparkasse Rotenburg Osterholz). Udo Fischer spricht bei diesem Projekt „Private Gärten“ von einem „Riesending“. Schließlich schafften die Gartenbesitzer ein Angebot für Einheimische wie Auswärtige gleichermaßen. Es sei ein Baustein im gesamten Bereich der touritischen Bemühungen.

Karin Gester aus Wittorf hatte den Stein ins Rollen gebracht. „Unser Sohn hatte in England studiert, wir waren oft dort und haben die Idee der offenen Gärten mitgebracht“, schilderte sie, wie es zu der damaligen Anregung gekommen war. Eine Idee, der sich gleich im ersten Jahr weitere Gartenbesitzer angeschlossen haben. In diesem Jahr sind es 30 - fünf von ihnen sind zum ersten Mal mit von der Partie. Ein wenig aufgeregt sind sie schon. 

Aber Udo Fischer stellte in Richtung der „alten Hasen“ eine für die Neulinge ganz entscheidende Frage: „Muss alles fertig sein, wenn die Besucher kommen?“ Die Antwort gab Karin Gester: „Nein.“ Sie warnte sogar davor, diesen Anspruch zu erheben. „Die Leute wollen auch gar nicht, dass alles perfekt ist.“ Sie selbst habe im Garten eigentlich immer eine Baustelle - und genau das fänden die Gäste gut. Zugleich biete diese auch Gesprächsstoff. Und es sei eben der Austausch, der so bereichernd ist. Einige Gartenbesitzer sprechen sogar schon von einer Fan-Gemeinde, die bereits frühzeitig anfrage, wann die nächsten Termine zur Besichtigung anstehen. Manche Gärten sind inzwischen so beliebt, dass zur Öffnung die Nachbarn keinen Parkplatz mehr an der Straße finden.

Es waren die ganz persönlichen Eindrücke eines jeden Einzelnen, die dieses Treffen in der neuen Geschäftsstelle des Tourow an der Harburger Straße bereicherten. Für viele von ihnen gehöre es zur Gartenöffnung dazu, den Besuchern auch Kaffee und Kuchen anzubieten. Andere betonten, dass es viele Sitzmöglichkeiten gibt, von wo aus das Grün und die Farbenpracht der Blüten zu genießen seien. Unter diesen Gärten sind auch die des Wachtelhofes, der Bibelgarten in Horstedt, der Psalmgarten am Diakonissen-Mutterhaus sowie am Rudolf-Schäfer-Haus zu finden. 

Vor allem aber sind es die wirklich privaten Gärten. Und die zeichnen sich aus durch ganz unterschiedliche Gestaltung und verschiedene Größen. Udo Fischer: „Sie alle sind mit Herzblut dabei, Sie sorgen für Vielfalt, entwickeln Ideen und haben große Freude daran.“ Klaus-Jürgen Brunckhorst aus Anderlingen lädt beispielsweise im März und im Juli zu sich ein. Er hat einen Garten auf 10 000 Quadratmetern. „Ich gärtner seit 25 Jahren, es gibt bei mir Blumen, Insekten, Schmetterlinge, Hühner und einen Wildgarten. Das ist mein Paradies, meine Tankstelle.“

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