Hemsbünde Z5: Anfrage zu Arbeiten

Kritik an offener Fackel

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Bis Montagabend liefen an der Förderstelle die Abfackelungen.

Rotenburg - Die Arbeiten an der Erdgas-Förderstelle Hemsbünde Z5 an der Westerholzer Straße in Rotenburg sorgen in der Kreispolitik für Irritationen. Wie berichtet, ist das Unternehmen RWE Dea damit beschäftigt, an der seit 1991 betriebenen Förderstelle Sandablagerungen in einer Tiefe von 4850 Metern aus dem inneren Förderstrang der Bohrung zu entfernen. Bernd Wölbern (SPD), Sprecher der Kreistag-Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und WFB, sieht Landrat Hermann Luttmann (CDU) und die Kreisverwaltung in der Pflicht, besser über die Maßnahmen dort zu informieren sowie diese zu überwachen. Insbesondere der nächtliche Einsatz einer konventionellen Fackel zum Verbrennen von Gas, das nicht aufgefangen werden kann, sei zu kritisieren. RWE Dea hatte dies so begründet: „Da der Druck des Gases bei diesem Vorgang teilweise noch stark schwankt, kann es nicht mittels umschlossener Systeme (Special Gas Burners / Enclosed Burners) verbrannt werden.“

Für Wölbern ist diese Erklärung „wenig stichhaltig und vorgeschoben, da es technisch kein Problem sein kann, solche Druckschwankungen soweit abzufangen, dass ein ‚enclosed burner‘ selbstverständlich eingesetzt werden kann“. In der jüngsten Kreistagssitzung hätten alle Abgeordneten einem Beschluss zugestimmt, der darauf abzielte, „weitere Gefährdungen der Bevölkerung durch Auswirkungen der Erdgas- und Erdölförderung nicht hin-zunehmen“. Vor diesem Hintergrund müssten die Arbeiten deutlich strenger überwacht werden.

In einem neun Punkte umfassenden Fragenkatalog will Wölbern nun von Luttmann wissen, ob ein gesicherter Bereich zur Rückhaltung von Flüssigkeiten an der Gasstation eingerichtet worden sei, ob es Luftmessungen gegeben habe, ob Bodenproben vor und nach den Fackelarbeiten genommen wurden, wer für eventuelle Schäden hafte und warum mit welchen möglichen Folgen für die Anwohner eine offene Fackel eingesetzt wurde.

Heinz Oberlach, Sprecher von RWE Dea, hatte gegenüber der Kreiszeitung versichert, dass vor dem Abflammen alle Schadstoffe aus dem Gas, insbesondere Quecksilber, herausgefiltert würden. Die Arbeiten an der Station soll morgen beendet werden.

mk

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