Suchaktion auf Rotenburger Grundstück

Helfer retten Igel

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Insgesamt 30 Helfer suchten das mehr als 3000 Quadratmeter große Grundstück in Rotenburg vor der Baumaßnahme nach Igeln ab.

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Zwei Igel werden dank der Initiative von Tierschützerin Merwel Otto-Link weiterleben. Sie hat am Sonntagvormittag zu einer Igel-Suchaktion auf einem Grundstück direkt an der Ecke Bremer Straße / Wilhelm-Richard-Straße aufgerufen.

Das Areal, das mit jungen Birken und Sträuchern bewachsen ist, soll in Kürze bebaut und damit auch die Vegetation entfernt werden. Mehr als 30 Helfer waren gekommen, um das Grundstück nach Lebewesen, insbesondere Igeln, abzusuchen, es zu evakuieren und ihnen ein neues Zuhause zu bieten.

„Wir haben als unmittelbare Nachbarn vor einigen Monaten die Nachricht erhalten, das dort gebaut wird“, erklärt Otto-Link am Rande der Aktion. Sie habe dem zukünftigen Bauherrn erklärt, dass auf dem Grundstück von ihr viele Igel ausgemacht worden sind. Sie kamen überein, bevor dort alles platt gemacht wird, eine Suchaktion zu starten. Nun hatte sie die Nachricht erhalten, dass die Baumaßnahme bald losgehe, und im Internet Helfer gesucht. 

Einer von den beiden gefundenen Igeln.

Erfolgreich, wie sich zeigte, denn mehr als 30 Leute trafen pünktlich ein, um sie bei der Suchaktion zu unterstützen. Selbst Familienmitglieder des Eigentümers des mehr als 3 000 Quadratmeter großen Grundstücks haben sich an der Suche in dem teilweise dornigen, dicht gewachsenen Gestrüpp beteiligt.

Ausgerüstet mit Gartenscheren, Handschuhen und Stöcken durchkämmten die Helfer rund drei Stunden lang das unwegsame Grundstück. Zwei Igel, die sich noch nicht für den Winterschlaf eingerichtet hatten, konnten so gerettet werden. Sie werden nun mit 38 weiteren Artgenossen, die bereits auf anderen Grundstücken gerettet wurden, im Schuppen der Familie Otto-Link den Winter verbringen und im nächsten Jahr dann, wenn sie kräftig genug sind, ausgewildert.

„Der Igel ist eines der ältesten Säugetiere der Welt. Er ist stark bedroht, weil er als Insektenfresser immer weniger Nahrung findet“, so Otto-Link. Auch wenn nur zwei Igel gefunden wurden, waren sich alle Helfer einig, dass sich der Einsatz gelohnt habe. Joachim Witt vom Verein für Tourismus und Stadtwerbung hat von der Aktion gehört und im Anschluss der Aktion zu heißen Getränken und Würstchen im Garten der Familie Otto-Link eingeladen.

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