Helfen ist ganz einfach

162 Schüler der BBS spenden Blut, 80 lassen sich typisieren

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Paul Weiland war am Dienstag einer von 162 Blutspendern. „Das ist etwas Gutes. Man kann Menschen helfen“, sagt er.

Rotenburg - Von Farina Witte. Etwa 10 Minuten, länger dauert eine Blutspende nicht. Zumindest die eigentliche Spende. Hinzu kommen noch einige Formalitäten, die ärztliche Untersuchung sowie die anschließende Ruhephase. 162 Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Rotenburg sind am Dienstag bereit gewesen, ihr Blut zu spenden. Am Mittwoch geht die Blutspendeaktion, die die Schule zum 21. Mal organisiert, weiter.

Im Vorfeld sind bei der Organisatorin Gisela Renz-Knappik 350 Anmeldungen aus 62 Schulklassen eingegangen. Wer sich während der beiden Tage aber noch kurzfristig entscheidet, ebenfalls zu spenden, kann sich auch kurzfristig nachmelden. Die Blutspende führt das DRK durch. Für die Aktion wurde extra der gesamte dritte Stock mit fünf Klassenräumen geräumt. Das sei zwar ein großer Aufwand, aber es sei auch wichtig, dass es genügend Platz und Ruhe gibt. Das stellt Renz-Knappik fest, die bei den BBS die Abteilungen Hauswirtschaft, Sozialpädagogik sowie Gesundheit und Pflege leitet.

Auch einige Erstspender waren unter ihnen. Cacan Rizgar, Arved Sillinger und Alexander Stein haben die Blutentnahme gut verkraftet. Sie finden, dass man so unkompliziert Menschen helfen kann und es auch nicht viel verlangt ist. Nachdem die drei Schüler sich ausgeruht haben, geht es für sie in den Speisesaal. Dort stellen die Lehrkräfte Karin Schnakenberg und Petra Solte mit Schülern der Hauswirtschaft ein Büfett bereit. Es gibt Pizza, belegte Brötchen und natürlich reichlich zu trinken. „Wir achten darauf, dass die Spender keine Kreislaufprobleme bekommen. Essen und Trinken ist da ganz wichtig“, sagt Renz-Knappik. 

Schüler der Gestaltungs- und Medientechnik haben Plakate für die Aktionstage entwickelt. 

Zum fünften Mal bietet die BBS zusätzlich die Möglichkeit an, sich typisieren zu lassen. Dazu kommt jedes Jahr Theresa Barsch zu den Aktionstagen. Sie ist eine Ansprechpartnerin der Deutschen Stammzellspenderdatei (DSD) und war selbst bereits Spenderin. „Ich habe mich typisieren lassen und 2014 einer Schwedin das Leben gerettet“, erzählt sie vor einer Gruppe Schülern. Dort muss sie etwas Überzeugungsarbeit leisten, um die Schüler von einer Typisierung zu überzeugen.

Sie erklärt ihnen auch das anschließende Vorgehen. Ist ein genetischer Zwilling gefunden, der eine Spende benötigt, benachrichtige die DSD die Spender „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir euch brauchen, liegt bei einem Prozent“, so Barsch. Dann erläutert sie die beiden Möglichkeiten der Stammzellenspende. Während bei die periphere Stammzellentnahme ambulant erfolgt, wird bei der anderen Option das Knochenmark in einer Operation entnommen. Diese Art der Spende werde aber nur in fünf Prozent der Fälle angewandt. Bereits fünf Schüler der BBS haben ihren genetischen Zwilling gefunden und lebensrettende Stammzellen gespendet. „Das ist schon eine tolle Sache“, freut sich Renz-Knappik über die Erfolgsquote.

Während der Aktionstage steht eine Wanderausstellung der DSD im Foyer der BBS. Dort werden sowohl Stammzellspender als auch -empfänger gezeigt, die ausdrücken, was die Spende für ihr Leben bedeutet. Ebenfalls kreativ waren einige Schüler des Fachs Gestaltungs- und Medientechnik, die Plakate für die Blutspende- und Typisierungsaktion gestaltet hatten, um für die Aktion der BBS zu werben.

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