Zum Tod von Hartmut Schaarschmidt

Stets um Konsens bemüht

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Hartmut Schaarschmidt †

Rotenburg - Als Andreas Weber im Mai vergangenen Jahres die Bürgermeisterwahl in Rotenburg gewonnen hat, war unter den vielen Party-Gästen im „Domshof“ auch Hartmut Schaarschmidt anzutreffen. Von seiner Krankheit schon gezeichnet, ließ er es sich nicht nehmen, mit den Sozialdemokraten diesen Tag ausgiebig zu feiern. Für das gemeinsame Foto mit Andreas Weber ballte Schaarschmidt jubelnd die Faust. Schließlich hatte er als Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtrat in verantwortungsvoller Rolle zum Wechsel auf dem Chefsessel im Rathaus beigetragen – das war ihm wichtig. Nun löst sein Tod bei vielen Menschen in Rotenburg große Trauer aus: Hartmut Schaarschmidt, seit 1986 für die SPD im Stadtrat, ist nach langer schwerer Krankheit am Montag im Alter von 68 Jahren gestorben.

Viele Rotenburger kannten ihn sehr gut. Mehr als 40 Jahre lang, davon fast 33 Jahre als Konrektor, war er in der Kreisstadt im Schuldienst tätig – an der Theodor-Heuss-Schule sowie zwischenzeitlich auch an der Stadtschule. Und auch durch sein Wirken in der Kommunalpolitik hat sich Hartmut Schaarschmidt an der Wümme einen Namen gemacht.

Zwar hatte Hartmut Schaarschmidt immer sehr klare Vorstellungen und auch eine eigene Meinung, vor allem wenn es um Sozial- oder Bildungspolitik ging, aber er war eben auch zu Kompromissen bereit. Dabei galt er immer als ein eher leiser, ja ruhiger Vertreter seiner Zunft. Für ihn war es normal, mit einer gewissen Zurückhaltung aus der Ruhe heraus zu agieren. Und dabei war nie zu überhören, dass er mit klaren Vorstellungen in eine Debatte geht, ohne dabei seinen feinsinnigen Humor zu verlieren. Die Sozialdemokraten haben das in der Partei vor Ort sowie auch innerhalb der Fraktion zu schätzen gewusst. Sein Bemühen, einen Konsens zu erzielen, war stets damit gepaart, jedem seinen Raum zu geben. Hartmut Schaarschmidt war ein besonnener Typ, ruhig zwar, aber teamorientiert. Dabei wirkte er integrativ und zeichnete sich als Mensch mit viel Verständnis aus. Und er konnte sich auch freuen – so, wie im Mai vergangenen Jahres.

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