Neuer stellvertretender Ortsbrandmeister

Jahreshauptversammlung der Rotenburger Feuerwehr: Harries übernimmt Lehmanns Job

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Das Durschnittsalter der Rotenburger Feuerwehr beträgt 35 Jahre. Sieben Frauen nehmen aktiv an der Brandbekämpfung teil.

Rotenburg - Fünf Jahre lang ist Ralf Lehmann der zweite Mann hinter dem Rotenburger Ortsbrandmeister Heiko Mießner gewesen. Nun hat er zum 31. März sein Amt zur Verfügung gestellt. Bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend schlugen die Kameraden den Zugführer Matthias Harries als seinen Nachfolger vor. Bei einer geheimen Wahl stimmten 47 der 48 stimmberechtigten Kameraden für den Kandidaten. Harries wird der Stadt nun formell als Lehmann-Nachfolger vorgeschlagen, und wenn der Verwaltungsausschuss zustimmt, dann erhält der Gewählte zum 1. April seine Ernennungsurkunde.

Zuvor hatte der Ortsbrandmeister in seinem Jahresbericht über die hohe Arbeitsbelastung der Ehrenamtlichen Männer und Frauen berichtet. 269 Mal sei Rotenburg von der Leitstelle alarmiert worden. Ob Klein- oder Großbrand, Ölspur oder Verkehrsunfälle, immer waren die Einsatzkräfte schnell zur Stelle. Mit 70 Fehlalarmen machten die Brandmeldeanlagen den Feuerwehrleuten reichlich zu schaffen. Neben „scharfen“ Einsätzen hat die Ortswehr unter anderem wieder Führungen für Kindergärten und Schulen durchgeführt und sechs Laternenumzüge begleitet.

Insgesamt 71 aktive Brandbekämpfer (davon sieben Frauen) stehen dem Ortsbrandmeister bei den Einsätzen zur Verfügung. Hinzu kommen dann noch die Mitglieder der Altersabteilung (25), der Jugendfeuerwehr (21), der Kinderfeuerwehr (27) und 16 Ehrenmitglieder.

Mit 35 Jahren im Durchschnitt verfügt die Kreisstadt über eine junge Wehr, die immerhin durch ihren Einsatz Werte in Höhe von 410 000 Euro erhalten konnten. Insgesamt haben die Ehrenamtlichen nahezu 3 674 Stunden Brand- oder Hilfeeinsatz geleistet. Das sind rund 1 000 Stunden mehr als 2016.  Dazu kommen noch der Ausbildungs- und Übungsdienst und besondere Veranstaltungen. So stehen am Ende 16  557 Stunden unterm Strich. Mießner: „Jedes Mitglied der Ortswehr hat sich 2017 freiwillig 233 Stunden für das Wohl der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt.“

„Eine geleistete Stundenanzahl, die unsere höchste Anerkennung und Dank verdient hat“, so der stellvertretende Bürgermeister Hartmut Leefers (CDU). Der guten Arbeit in der Jugendwehr und der Kinderfeuerwehr sei es zu verdanken, dass es in Rotenburg keine Nachwuchssorgen gibt. Die Werbung soll weiterhin forciert werden, damit es in den kommenden Jahren auch so bleibt.

Das Engagement der Ortswehr sei beispielhaft, habe aber die Grenze der Belastbarkeit bald erreicht, erklärte Stadtbrandmeister Thorsten Reinsch. Gemeinsam mit Abschnittsleiter Jürgen Runge ehrte er einige Feuerwehrleute. Klaus-Dieter Beyer, Wolfgang Mießner und Bernd Meyer erhielten die Ehrennadel des Landesverbandes. Zudem wurde Bernhard Pietrzyk zum Ehrenmitglied der Ortswehr ernannt.

Weitere Beförderungen: Feuerwehrmann dürfen sich Niklas Heese, Daniel Kirchhof, Leon Dachwitz, Joan-Noel Sommer und Lars Strehl nennen. Oberfeuerwehrmann/-frau wurden Heike Gundei, Christopher Lins, Daniel Lorenz, Kevin Baitinger, Patrinn Rinn und Michael Nitshke. Zum Hauptfeuerwehrmann/-frau wurden Natascha Carstensen, Sascha Wiechern, Markus Hilbers, Jan Gathmann, Heiko Rabe und Maik Hoffman befördert. Diana Menzel, Han-Harm Mittler, Axel Albers und Stefan-Albert Kandolf dürfen sich Erste(r) Feuwerwehrfrau/-mann nennen. Löschmeister wurde Martin Bassen, Brandmeister Sebastian Nieswandt und Oberbrandmeister Rene Hübner. 

go

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