Abschlusskonzert des Bläserkammermusik-Workshops

Harmonie im Orchester, Ensemble und Quintett

Mit einem Rondo von Henry Purcell eröffnete das KAOS-Orchester das Mittagskonzert in der Rotenburger Kreismusikschule.

Rotenburg - Aufgeregt waren am Sonntagmittag kurz vor Beginn des Konzertes im Saal der Rotenburger Kreismusikschule irgendwie alle Anwesenden: Die Musiker, weil sie zeigen wollten, was sie zuvor an ihrem Lieblingsinstrument dazu gelernt haben; die Eltern, weil sie bangten, dass die Töne aus den Blasinstrumenten ihrer Kinder auch immer richtig kommen; und die Musiklehrer, weil sie hofften, dass das Erlernte auch im öffentlichen Konzertrahmen so gut klappt wie beim Workshop in den zwei Tagen zuvor.

Die Musiklehrerin von der Kreismusikschule Verden, Bettina Blanke, mit zwei jungen Talenten beim Oboenspiel. - Fotos: Goldstein

Die 20 jungen Mitglieder des „KAOS-Kammermusikworkshops“ (Kammermusik und Orchesterspiel im Elbe-Weser-Dreieck) und die Lehrkräfte der Kreismusikschulen Rotenburg und Verden boten ein aufschlussreiches Abschlusskonzert nach den zwei Tagen harter Arbeit. Zunächst nahm das Orchester auf der Bühne Platz. Mitten zwischen den einzelnen Bläsergruppen setzten sich die Musiklehrer, um ihre Instrumenten-Ensembles zu stärken. Das Orchester spielte zum Auftakt ein Rondo von Henry Purcell. Wer in dem Moment ein perfektes nahezu professionelles Zusammenspiel der Bläsergruppen erwartete, war bei diesem Mittagskonzert fehl am Platze. Aber was diese jungen Bläser auf die Bühne brachten, war nach so kurzer Zeit des Übens überdurchschnittlich. Ein kurzer schräger Ton hier und da störte niemanden im Publikum. Im Gegenteil, denn im Vordergrund des Konzertes stand die Freude, gemeinsam gute Kammermusik zu machen und das Zusammenspiel zu fördern. Dies ist allen Protagonisten nicht nur mit dem Orchesterspiel gelungen. Auch bei den Fagotten- , Oboen-, Flöten-, Klarinettenensembles oder den Quintetts war die Harmonie gut. Die Zuhörer waren begeistert und spendeten nach jeder Darbietung reichlich Applaus. Ein kleiner Lohn für die anstrengenden Übungstage.

Unter der Anleitung von Dozenten der Musikschulen hatten sie an ihrem Fagottspiel bei der Musiklehrerin Helga Warner-Buhlmann gefeilt oder bei Bettina Blankeam Oboenspiel. Dominik Kratzer kümmerte sich intensiv um die zwei Hornisten und Peter Nijenhof, und Gert Lueken schulten die Flötisten. Die Gesamtleitung lag, wie schon in den sieben Jahren zuvor, in den Händen von Lueken. Er erklärte vor Konzertbeginn, dass der „KAOS-Workshop“ vom Landschaftverband Stade in Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule Rotenburg und Verden gefördert wird. Eine Investition, die sich lohne.

Die Motivation der Jugendlichen für das tägliche Üben werde durch solche Projekte gesteigert und die Fertigkeiten werden durch das Musizieren in kleinen Gruppen vertieft.

Das Selbstvertrauen der Teilnehmer werde durch solche Workshops gesteigert – und das war beim Konzert am Sonntag zu spüren.

go

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