500.000 Euro Unterstützung

Handwerk stärken mit „Passt!“

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Friedrich Leefers, Heiko Siegmann, Eike Holsten, Ulrich Schumann, Johanna Wanka, Christoph Bohling, Jens Wacker und Hartmut Leefers (v.l.) sprachen über den Fachkräftemangel im Landkreis.

Waffensen - Von Farina Witte. Der Fachkräftemangel stellt auch im Landkreis Rotenburg viele Betriebe vor Probleme. Über dieses Thema haben die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU), der CDU-Landtagskandidat Eike Holsten und die Kreishandwerkerschaft am Donnerstag in Waffensen diskutiert.

Bei dem Treffen in der Tischlerei von Helmut Siegmann hat der Landkreis das Projekt „Passt!“ vorgestellt, das das Ministerium für Bildung und Forschung mit 500.000 Euro unterstützt. Das Projekt soll dafür sorgen, dass mehr junge Menschen eine Ausbildung anfangen und es wieder mehr Ausbildungsbetriebe gibt.

Die demografische Entwicklung im Handwerk hat den Landkreis dazu bewogen, das Projekt ins Leben zu rufen. „Die Zahl der Ausbildungsbetriebe ist seit 2006 um 185 gesunken“, berichtet Ulrich Schumann vom Jobcenter. Er stellte „Passt!“ bei dem Treffen mit Holsten und Johanna Wanka vor.

Im Herbst 2016 begann die Planung und die Antragstellung. Nach der Bewilligung der Fördersumme durch das Ministerium für Bildung und Forschung im Frühjahr dieses Jahres begann die Suche nach den „Passt!“-Beratern. Diese sind das Kernstück des Projekts, denn sie sollen mit den Firmen zusammenarbeiten und ihnen dabei behilflich sein, Nachwuchs zu finden.

Vier Säulen des Modells

„Es gibt vier Säulen“, erklärt Schumann den beiden Politikern. Die erste Säule ist das Ausbildungsplatzmarketing. Da kann der Berater die Stellenanzeigen oder die Internetseiten der Betriebe optimieren. Die zweite Säule sieht Maßnahmen vor, um die Kooperation mit den Schulen zu intensivieren. Ein weiterer Baustein ist die Vermittlung Jugendlicher. „Da fungiert der Berater sozusagen als Personaler“, so Schumann. 

Außerdem sollen die Berater die Betriebe bei administrativen Angelegenheiten unterstützen. „Dazu gehört zum Beispiel die Beschaffung von Ausbildungsplänen“, meint er. Die „Passt!“-Berater fangen in Rotenburg und Zeven am 1. November an. Der Starttermin für den Berater in Bremervörde sei noch nicht geklärt. Aber auch dort wird es am 1. November oder am 1. Dezember losgehen.

„Als Kreistagsabgeordenter war mir das Projekt wichtig, und daher wollte ich es Frau Wanka gerne vorstellen“, sagte Eike Holsten. Die Ministerin fand es besonders wichtig, den Kontakt zu den potenziellen Auszubildenden zu verstärken. „Wir müssen besonders junge Frauen mehr ansprechen“, meinte Wanka. Der Anteil der Frauen in technischen Berufen sei deutlich zu niedrig. Auch die Rolle der Schulen sei wichtig. „Lehrer sollten aufgeschlossen sein, den Schülern die Angebote der Betriebe nahe zu bringen.“

Die Runde diskutierte auch das Thema Meisterausbildung. „Um mehr Ausbilder zu bekommen, möchten wir uns dafür einsetzen, dass der Meister kostenfrei wird“, erklärte Eike Holsten bei dem Austausch mit den Betroffenen in Waffensen.

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