Halterungen an Ampeln für Radfahrer / Antwort vom Landesverkehrsamt fehlt

Alles im Griff

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Die Verwaltung möchte an mehr Ampeln Haltegriffe für Radler anbringen lassen.

Rotenburg - Von Inken Quebe. An drei weiteren Ampeln im Rotenburger Stadtgebiet soll es bald Haltegriffe für Fahrradfahrer geben. Das hat die Verwaltung dem Ausschuss für Straßen- und Tiefbau mitgeteilt. Bislang gibt es diese nur an Ampeln entlang der Glockengießerstraße.

Konkret will die Stadtverwaltung solche Griffe an der Bundesstraße 215 an den Kreuzungsanlagen Hansestraße/Bahnhofstraße/ Schäfergarten, Mühlenstraße/Gerberstraße sowie Burgstraße/Mühlenstraße anbringen lassen. Zuständig für die Bundesstraßen ist die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Verden (NLStBV).

Stadt und Landkreis sowie die Polizei hatten insgesamt sechs Ampelanlagen geprüft. Diese wurden mit dem Fahrrad abgefahren, um sich vor Ort ein Bild zu machen und die Lage mit Blick auf die Verkehrssicherheit abzuklären. „Mitarbeiter des NLStBV waren zu diesem Termin eingeladen, hatten jedoch ihre Teilnahme für nicht erforderlich gehalten“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung.

Geprüft wurden dabei auch die Kreuzungen Bahnhofstraße/Burgstraße/Aalter Allee (B215) sowie an der B71 Soltauer Straße/Am Sande/Bergstraße/Birkenweg und Soltauer Straße/Fuhrenstraße/Elise-Averdieck-Straße. Das Problem dort sei der Abstand zwischen Mast und Fahrbahnrand. „Bei einem Fahrradfahrer, der sich am Haltegriff festhält, ist davon auszugehen, dass sich das Fahrrad noch circa einen Meter vor dem Mast befindet“, heißt es. Es müsse jedoch ausreichender Sicherheitsabstand bleiben. Daher könnten dort keine Griffe angebracht werden.

Nicht geprüft wurden dagegen die Ampelanlagen entlang der Harburger Straße (B71). Die Landesbehörde beabsichtige, die Fahrbahn dort im laufenden Jahr und 2017 zu erneuern. Damit könnte es sowieso zu Änderungen an den Ampeln kommen. Bei allen anderen Anlagen an den Bundesstraßen handele es sich um Fußgängerampeln, bei denen der Radfahrer absteigen muss.

Vorangegangen war ein Antrag der Grünen-Fraktion im Stadtrat vom 13. September. Darin fordert sie, dass mit der Landesbehörde Kontakt aufgenommen wird, um an sämtlichen Ampeln an Bundesstraßen im Stadtgebiet Griffe anbringen zu dürfen. „Die Kosten sind überschaubar und sicher durch vorhandene Haushaltsmittel gedeckt“, heißt es. Die Grünen hätten sich bereits 2006 an die Landesbehörde gewandt und als Antwort erhalten, dass es gegen solche Griffe keine Bedenken gebe.

Die Verwaltung hofft indes, dass bis zur nächsten Ausschusssitzung eine Antwort der Landesverkehrsbehörde vorliegt.

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