Heavy-Metal-Fans feiern beim ersten „Weichelsee Open Air“-Festival einträchtig

Härter, schneller, lauter

Vor der Bühne feierten die Heavy-Metal-Fans frenetisch ihre musikalischen Helden. - Foto: Ginter

Rotenburg - Von Jessica Ginter. Rund 500 Fans harter Gitarrenklänge pilgerten am Wochenende an den Rotenburger Badestrand. Neun mehr oder weniger prominente Bands verwandelten die Wümme-Stadt beim „Weichelsee Open Air“-Festival in ein friedliches, dafür aber umso lauteres Metal-Mekka.

Der Heavy-Metal-Fan an sich liebt harte Sounds, martialische Gesten – ist aber privat eher introvertiert und verneint Gewalt. So weit das Klischee. Torben Bavendiek kann sich damit anfreunden. „Auf Konzerten lass ich mich von der Mucke treiben“, sagt der 22-Jährige. Das ist heute beim „Weichelsee Open Air“ nicht anders.

Wer ihn gerade noch zur Band „Sorrowfield“ pogen und abhotten sah, könnte schon Angst bekommen. Zackige Bewegungen, böse Mimik, wilde Gestik, dem Anheizer auf der Bühne antwortet Torben mit einem Mittelfinger. „Damit drücken wir aus, was wir von manchen Dingen in unserem Umfeld halten“, sagt der Kfz-Mechaniker. „Aber deshalb mache ich das noch lange nicht morgen auf der Arbeit.“

Die Veranstalter vom Rotenburger Verein „Heavy Sounds“ hatten für ihre erste Ausgabe am Sonnabend ein abwechslungsreiches Programm auf die Bühne gestellt, das kaum einen Wunsch offen ließ. Angefangen bei rockigen Klängen etwa von den Lokalmatadoren „To The Marrow“ über den Punkrock von „Eat what you kill“ bis hin zu Geknüppel à la „Craving“ war alles dabei, was der Kuttenträger zum Fröhlichsein braucht.

Weichelsee Open Air

Für viele war der Höhepunkt des Festivals erreicht, als am Abend mit „Gloomball“, „Nailed to Obscurity“ sowie dem Headliner „Motorjesus“ drei einschlägig bekannte Szenegrößen hintereinander auf die Bretter gingen.

Schon tags zuvor war ein Großteil der Besucher angereist, um seine Zelte aufzuschlagen und das Camp – möglichst auffällig – unter anderem mit aufblasbaren Puppen zu dekorieren.

Mitorganisatorin Yva Grudinski ist zufrieden mit dem Spektakel: „Es gab keine Zwischenfälle und die Location gefällt uns richtig gut. Metal und diese Strandkulisse – das passt.“

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