40 Gruppen bei Wettbewerb in Rotenburg/Elf Mal Bestnote vergeben

Orchester zeigen ihr Können

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Das Kammerorchester Goslar begeisterte mit einer exzellenten Darbietung der „St. Paul‘s Suite“ von Gustav Holst.

Rotenburg - Von Ulla Heyne. Ein Wochenende ganz im Zeichen der Orchestermusik kam am Sonntagnachmittag mit dem zweiten Preisträgerkonzert in der Aula der Realschule zum Abschluss. Drei Tage lang hatten rund 40 Ensembles, davon 20 innerhalb der Wertung, auf Einladung des Landesmusikrats Musik präsentiert.

Und das auf hohem Niveau, wie Generalsekretär Hannes Piening den rund 950 Akteuren bescheinigte: „Hier wurde durchweg in sehr guter bis hervorragender Qualität musiziert.“ Das schlug sich auch in den Wertungen nieder: Elf Mal wurde die Bestnote „Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“ vergeben. Fast bedauerte Piening, dass satzungsgemäß nur die Erstplatzierten am Bundeswettbewerb teilnehmen können. „Wir hätten gern mehr geschickt“, sagte er.

Für die nächste Runde qualifiziert haben sich das Stader Kammerorchester in der Kategorie „Sinfonieorchester“, das Jugend-Sinfonie-Orchester der Städtischen Musikschule Braunschweig, das Kammerorchester Goslar (Kategorie Jugendkammerorchester), das Modern Sound Orchestra Seelze bei den Blasorchestern, das Sinfonische Blasorchester der Angelaschule (Jugendblasorchester), das Mandolinen- und Gitarrenorchester Empelde, „Body and Soul“-Big Band Stadthagen sowie das Blockflötenorchester „Recording Generations“ Braunschweig in der offenen Kategorie. Eine in der Besetzung ähnlich spannende Formation: die Flutes and Percussion Kirchweyhe, die in der ungewöhnlichen Instrumentierung als Querflötenformation mit Percussion- und Marimba-Unterstützung am Sonntagnachmittag unter anderem mit keltischen Klängen einen eindrucksvollen Auftakt machten.

Franz Riemer, Präsident des Landesmusikrats Niedersachsen, war beeindruckt: „Ich hätte nicht gedacht, dass wir hier eine so vielfältige Musiklandschaft haben.“ So war neben klassischen Streicher- oder Bläserbesetzungen bereits am Freitag ein Handglockenchor zu erleben. Riemer lobte die Kooperation mit der Kontaktstelle Musik, der Kreismusikschule, dem Landkreis und der Stadt Rotenburg – ebenso wie Piening: „So eine Unterstützung haben wir selten.“ Der Leiter der Kreismusikschule Tilman Purrucker gab das Lob zurück: „Wir sind stolz, ausgewählt worden zu sein – die zwei Jahre Vorlauf haben sich gelohnt.“ Einziger Wermutstropfen: Jenseits der Fachkreise fand die Veranstaltung nicht annähernd die Beachtung, die ihr in musikalisch interessierten Kreisen zugestanden hätte. Und auch in punkto Teilnehmer ist noch Luft nach oben, ist Piening sich sicher: „Wir wünschen uns, dass sich noch mehr Ensembles den Mut haben teilzunehmen – da gibt es bestimmt noch mehr.“

Auch wenn die erneute Ausrichtung des Wettbewerbs in der Wümmestadt zwar allerseits als Wunsch geäußert wurde, jedoch in den Sternen steht: Ein Ensemble darf bereits im nächsten Jahr zu einem Wochenende in der Rotenburger Jugendherberge begrüßt werden: Dem Kammerorchester „Chillies con Spirito“ wurde von Bürgermeister Andreas Weber der Förderpreis der Stadt Rotenburg zugesprochen.

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