Projekt der Stadtschule in Rotenburg erhöht die Verkehrssicherheit

Grundschüler steigen aufs Fahrrad

Sieben der insgesamt zwölf Fahrräder stehen der Stadtschule zum Training zur Verfügung. Ob mit oder ohne Tretwerk, lernen die Grundschüler das Zweirad zu beherrschen. Die Sponsoren stehen im Hintergrund und freuen sich, wenn die Aktion fruchtet. - Foto: Goldstein

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Die Grundschüler und Lehrer der Rotenburger Stadtschule haben gut lachen, denn sie erhielten insgesamt zwölf Fahrräder für das Projekt „Grundschüler, rauf aufs Bike!“. Die Stadt Rotenburg, die Stadtwerke, der Förderverein der Stadtschule, die Rotenburger Lions und Leas haben den Kauf der Räder durch Finanzspritzen möglich gemacht.

Dabei handelt es sich um Zweiräder, die durch eine weiße Bereifung auch in jeder Turnhalle benutzt werden dürfen. Bei einigen Gefährten ist der Tretantrieb entfernt worden. „Diese werden als Laufräder genutzt, um Anfängern die Möglichkeit zu geben, sich allein darauf zu konzentrieren, das Gleichgewicht zu halten“, erklärte Simon Herrmann, der sein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert und die Leitung des Trainings übernommen hat.

Die geschicktesten Radfahrer der Stadtschule.

Die Präsidentin der Rotenburger Leas, Katharina Engelhardt, und Angelika Pröve von den Leas übergaben am Dienstagmittag in der Ernst-Rinck-Halle zwei Fahrräder. Die Schule hatte zuvor einen Förderantrag gestellt „Wir sind sofort von dem Projekt begeistert gewesen. Erst wenn die Schüler das Zweirad perfekt beherrschen können sie sich beim Radeln voll auf den Straßenverkehr konzentrieren. Das gibt den Kindern Sicherheit“, so Engelhardt. Die Rektorin der Stadtschule, Susanne Enders, erläuterte während der Übergabe, warum es so wichtig sei, den Kindern das Radfahren beizubringen. „Wir haben einen Rückgang der Fähigkeiten zur Beherrschung der Zweiräder festgestellt“, erzählte sie. Vielen fehle die Übung. Sie sei auf die Aktion „Grundschüler, rauf aufs Bike!“ im Internet aufmerksam geworden, und habe Ideen erhalten, wie diese Probleme durch Training in der Schule gelöst werden können. Um Motorik, Wahrnehmung, Beherrschung des Rades und damit die Freude am Fahren zu schulen, lernen die Kinder in Arbeitsgemeinschaften unter Anleitung. In Rotenburg seien schnell Sponsoren gefunden worden, die bereit waren, Geld für die Sicherheit der Kinder zur Verfügung zu stellen, berichtete die Rektorin. Neben den genannten Sponsoren gab auch das Schul-Budget einen Anteil dazu.

Zwei Kurse werden zurzeit in der Schule durchgeführt, die den Fokus auf Wahrnehmungs- und Motoriktraining richten. So wurde geübt, wie ein Kreis zu fahren ist, wie man über das Schrägbrett kommt oder eine Acht zwischen vielen Klötzchen hindurch fährt. Nach hinten Umschauen beim Einordnen und sich gleichzeitig noch eine Zahl merken – es gab viele schwierige Aufgaben zu bewältigen. Dazu kam dann das Lenken, Fahren mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten, Bremsen, Ausbalancieren, Aufgaben erfüllen und auf Mitschüler zu achten, hinzu. Danach wurde geprüft, wie gut jeder nun diese Fahrt meistert. Drei Klassen gingen an den Start, die ersten drei Plätze wurden jeweils sehr genau ermittelt und später geehrt.

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