Ein Grund zum Treffen

Die Landjugend Waffensen beteiligt sich in diesem Jahr wieder an der 72-Stunden-Aktion. Darauf freuen sich (v.l.) Lucien Girod, Vize Jannik Skusa, Lukas Volkmann (zweiter Beisitzer) und der Vorsitzende Julian Dittmer. Foto: Buschmann

Die Landjugend Waffensen beteiligt sich wieder an der 72-Stunden-Aktion. Sie ist seit 1995 dabei und hat fürs Dorf schon einiges bewirkt. Derzeit hat die dortige Landjugend 52 Mitglieder, die sich jeden ersten Dienstag im Monat treffen.

Waffensen – Die Spannung steigt, denn es sind noch zwei Tage. Am Donnerstagabend erfahren die Mitglieder der Landjugenden, welche Aufgabe ihnen in diesem Jahr gestellt wird. Dann heißt es, sich in den folgenden 72 Stunden oder drei Tagen, ins Zeug zu legen. Diese Art von Schweißbildung hat bei der Landjugend Waffensen Tradition. Die jungen Leute beteiligen sich seit 1995 an der alle fünf Jahre ausgerufenen Aktion „72 Stunden“ der Niedersächsischen Landjugend. Erstere steht in diesem Jahr unter dem Motto „Einfach ma machen!“.

Ziel ist es, etwas für den Ort oder auch eine soziale Einrichtung zu tun. „Wir möchten dem Dorf etwas zurückgeben“, sagt Lukas Volkmann, zweiter Beisitzer der Landjugend Waffensen. Der zweite Vorsitzende Jannik Skusa ergänzt: „Es fördert den Zusammenhalt in der Gruppe und man lernt sich untereinander besser kennen.“

Innerhalb von drei Tagen etwas auf die Beine zu stellen, sei zwar eine „andere Nummer“ als die üblichen gemeinsamen Aktivitäten, ergänzt der Vize, doch im Grunde genommen gelte das „72-Stunden“-Motto für die Landjugend Waffensen das ganze Jahr über.

Die 2019er-Aufgabe wird am Donnerstag um 18 Uhr preisgegeben – und zwar von den Mitgliedern des Ortsrates Waffensen. Dann überlegen die Teilnehmer, wie sie diese realisieren. „Am Donnerstagabend wird es noch recht entspannt“, sagt Skusa. Der Vorsitzende Julian Dittmer wirft ein: „Richtig los geht‘s wohl erst Freitagmorgen.“ Die beiden Vorsitzenden sprechen aus Erfahrung, denn sie waren schon bei einigen der „72-Stunden“-Aktionen dabei.

Vor vier Jahren entstand der Spielplatz am Mehrgenerationenhaus. Im Jahr 2011 widmeten sich die Mitglieder der Landjugend gleich drei Projekten: Sie bauten den Grillplatz am Mehrgenerationenhaus, ein Insektenhotel und setzten auch noch eine neue Internetseite für Waffensen unter der Adresse www.waffensen.de auf. 2007 entstand das Waldklassenzimmer, 2003 das Beachvolleyballfeld an der Sporthalle „Unter den Eichen“ und 1999 der Schuppen der Landjugend. Begonnen hatte alles mit dem Bau eines Fußwegs zwischen dem Ratsplatz und der Straße Kienmoor.

Laut Dittmer hat die Waffenser Landjugend zurzeit 52 Mitglieder. Karteileichen gebe es so gut wie keine. Der Vorsitzende betont: „Unsere Aktivitäten sind immer gut besucht.“ Ein festes Treffen ist jeden ersten Dienstag im Monat in der Hütte der Landjugend. Ein feststehendes Programm gibt es nicht. Die Landjugend lehnt sich an die offene Jugendarbeit an. Dies lässt viel Raum für spontane Aktionen. Wenn jemand Lust habe, sich zu treffen, könne sie oder er das in der bestehenden WhatsApp-Gruppe kundtun. „Man hat einen Grund, sich zu treffen“, nennt Mitglied Lucien Girod einen der Vorteile. Und: „Wir gehen auf verschiedene Schulen, so kommen wir nachmittags zusammen.“

Der Landjugend-Vorstand nutzt die jetzt anstehenden Konfirmationen, um Werbung für den Verband zu machen. Dafür besuchen sie die Konfirmanden zuhause, lassen einen Glückwunsch da und laden sie zum nächsten Treffen ein.

Wenn die Jugendlichen Interesse haben, können sie ein Jahr beitragsfrei mitmachen – das sogenannte Probejahr. Erst danach kostet die Mitgliedschaft 20 Euro im Jahr. „Für die Jugendlichen ist es gut, wenn sie in die Landjugend eintreten“, findet Vize Skusa. Immerhin hätten sie alleine durch die „72-Stunden“-Aktionen etwas bewirkt.

Informationen gibt es unter wwww.waffensen.de/vereine unter dem Reiter Landjugend oder unter www.facebook.com/LJWaffensen.

„72 Stunden“-Aktion

Die „72 Stunden“-Aktion der Niedersächsischen Landjugend (NLJ) geht in diesem Jahr vom 23. bis einschließlich 26. Mai über die Bühne. Innerhalb dieser Zeit müssen die Teilnehmer ihnen gestellte Aufgaben realisieren. Nach Angaben der NLJ sind es in diesem Jahr zumeist der Bau von Insektenhotels und das Anlegen von Blühstreifen. Aber auch Traditionelles wie der Bau einer Grill- oder Schutzhütte oder das Anlegen eines Spielplatzes finde sich in der Aufgabenliste wieder. Laut Niedersächsischer Landjugend beteiligen sich an dem Wettbewerb rund 4 000 Jugendliche in 111 Ortsgruppen. Alleine aus dem Kreis Rotenburg beteiligen sich zehn Gruppen. Weitere acht sind es in Bremervörde.

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