Alfa-Werbung per Ratspost stößt Politikern im Stadtrat sauer auf

Grünes Licht: Landschaftswart beratend im Umweltausschuss

Manfred Radtke (l.) ist Vorsitzender des BUND-Kreisverbandes und Rotenburger Landschaftswart. Als solcher wird er künftig beratend in den Umweltausschuss zurückkehren. - Foto: Menker

Rotenburg - Von Guido Menker. Der für den Bereich Rotenburg zuständige Landschaftswart – zurzeit ist der BUND-Kreisvorsitzende Manfred Radtke – soll einen Platz als beratendes Mitglied im Umweltausschuss der Stadt erhalten. Darauf hat sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend einstimmig geeinigt.

Die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hatte den Antrag gestellt. Von der „Implementierung des Landschaftswartes im Umweltausschuss“ versprechen sich die Grünen eine zusätzliche Kompetenz, wenn es um Fragen des Umwelt- und Naturschutzes geht. Heinz-Günter Bargfrede (CDU) hat sofort deutlich gemacht, dass er und seine Fraktionskollegen diesen Antrag unterstützen.

Manfred Radtke verfüge über den nötigen Sachverstand und habe sich gerade erst in dieser Woche bei seinem Besuch im Umweltausschuss sehr sachlich gezeigt. Ihn im Umweltausschuss zu wissen, sei eine Bereicherung. In die gleiche Kerbe schlug auch Gilberto Gori, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat: „Auch wir tragen diesen Antrag mit.“ Für die Grünen wies Hartmut Eichhorn allerdings darauf hin, dass es um den Landschaftswart an sich, nicht aber explizit um Manfred Radtke gehe. Dennoch blieb es beim Ja des Rates.

Manfred Radtke hatte am Dienstag im Umweltausschuss, dessen Vorsitzender er lange Zeit gewesen ist, von seiner bisherigen Arbeit berichtet und dabei nicht nur die enge Vernetzung der 13 Landschaftswarte untereinander, sondern auch die angestrebte Kooperation mit der Landwirtschaft als Grundlage seiner Arbeit bezeichnet. Er plane daher noch für dieses Jahr einen Runden Tisch, an dem die Ortsbürgermeister, Vertreter der Stadt und des Landvolks sowie die Wegemeister mit ihm zusammen Platz nehmen soll.

Neben Kontrollen und Überwachungen im Sinne des Natur- und Umweltschutzes soll der Landschaftswart auch bei Pflege-, Entwicklungs- und Unterhaltungsmaßnahmen beratend und unterstützend mit von der Partie sein. 107 Anfragen habe es allein im ersten Jahr gegeben – in 29 Fällen habe es sich dabei um Fragen zur Landwirtschaft gehandelt. In diesem Jahr haben Radtke bereits 44 Anfragen erreicht.

Wahlwerbung per Ratspost „frecher Weg“

Die Mitglieder des Stadtrates scheinen sich auch in einem anderen Punkt einig zu sein – und Hartmut Eichhorn von den Grünen brachte es am Donnerstag auf den Punkt: Die mit der Ratspost verschickte Wahlwerbung der „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“ (Alfa) stößt sauer auf. „Ein Versehen“, sagte Bürgermeister Andreas Weber (SPD).

Und er fügte hinzu: „Wir sind natürlich keine Poststelle für irgendwelche Wahlwerbung. Es war keine Absicht.“ Nun sei es aber nicht mehr zurückzunehmen. Zugleich kündigte er an, dass sich so etwas nicht mehr wiederholen werde. Eike Holsten (CDU) hält das Vorgehen von „Alfa“ für einen „frechen Weg“. Auch Marja Grafe (SPD) erklärte nach der Ratssitzung, dass so etwas nicht in Ordnung sei. Aber jetzt sei auch die Verwaltung entsprechend sensibilisiert, hofft sie.

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