Rotenburg will ins Förderprogramm

Grünes Licht für Neugestaltung der Stadt

Radfahrer auf der Rotenburger Goethestraße
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Auch für den Radverkehr in Rotenburg soll es durch das Programm viele Verbesserungen geben.

Rotenburg – Bürgermeister Andreas Weber (SPD) spricht von dem „Meilenstein überhaupt, der Rotenburg in zehn bis 15 Jahren voranbringen wird“. Und auch die Politik hat an diesem Dienstagabend im städtischen Ausschuss für Planung und Hochbau nichts mehr zu kritisieren, sie gibt ihr Okay für die Kostenbeteiligung in Höhe von rund 17,5 Millionen Euro an den zahlreichen Maßnahmen, die im integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept verankert sind.

350 Seiten Konzeptpapiere gibt es, die in den vergangenen Jahren ausgearbeitet wurden. Gut 25 Jahre nach dem letzten großen Umbau der Innenstadt mit dem Kerngebiet der Fußgängerzonen hofft die Stadt auf die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm von Bund, Ländern und Gemeinden. Mit ein paar kurzfristigen Änderungen soll der Antrag bis Juni eingereicht werden. Wird alles genehmigt, könnte das ab 2022 den städtischen Haushalt jährlich rund 1,6 Millionen Euro kosten. Zuletzt flossen jährlich sieben bis zehn Millionen Euro aus der Stadtkasse in Investitionen. Aber was dann gefördert und umgesetzt wird, ist sowieso noch offen: Geht der Antrag durch, erwartet die Stadt im Herbst den Besuch einer Experten-Kommission zur Prüfung.

In der Summe geht es mittlerweile um fast 50 Millionen Euro. Die Innenstadt mit den Niederungen von Wümme und Wiedau/Rodau sowie dem Altgelände der Rotenburger Werke und insbesondere die Rotenburger „Problembezirke“ im Bereich Auf dem Loh/Berliner Ring sollen aufgewertet werden. Auf Initiative der Ratsmehrheit von CDU, FDP und WIR ist der Betrag zu energetischen Sanierung für kommunale Gebäude von 500 000 auf 900 000 Euro erhöht worden. Insbesondere geht es um den alten Teil des Rathauses. Den Ansatz für „attraktive Innenstadteingänge und gesicherte Querungen“ lässt die Gruppe indes um die gleiche Summe auf 400 000 Euro reduzieren. Die Stadtverwaltung selbst hat zudem in den Unterlagen 700 000 Euro mehr für die Verkehrsplanung im Zuge des Umbaus der Harburger Straße vorgesehen, und rund zwei Millionen Euro mehr fließen in das Projekt-Szenario für Maßnahmen zum Rad- und Fußverkehr. Auf zehn Jahre gerechnet ergibt das Mehrbelastungen im städtischen Haushalt von rund 900 000 Euro, bestätigt Stadtplaner Clemens Bumann. Der sagt aber auch: „Wir gehen mit dem Maximalen ran.

Was schlussendlich tatsächlich genehmigt werde und auch finanziell umsetzbar ist, werde von Fall zu Fall entschieden. Wichtig sei es zum Antragszeitpunkt aber, ein Konzept zu haben. Und für das, so Bürgermeister Weber, habe er vom zuständigen Minister Olaf Lies (SPD) schon viel Lob erhalten. Die Stadt sei „genau auf dem richtigen Pfad“.

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