Landkreis übernimmt Kosten für die Ausbildung von Tagespflegepersonen

Großes Vorhaben für die Kleinsten

An der Kinderbetreuung im Landkreis wird stetig gearbeitet, auch die Kindertagespflege soll ausgebaut werden. Foto: Imago-images/JOKER/HadyxKhandani

Zeven - Von Ann-christin Beims. Das sich im Bereich Kinderbetreuung schon viel getan hat, darin waren sich die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses im DRK-Familienzentrum in Zeven am Mittwoch einig. Dass sich aber aufgrund stetigen Wandels auch noch einiges tun muss, war ebenso unbestritten. Dabei legte der Ausschuss sein Augenmerk unter anderem auf die Qualifizierung in der Kindertagespflege und stimmte einer Kostenübernahme für den notwendigen Kurs zu.

„Kindertagespflege umfasst die Betreuung eines Kindes für einen Teil des Tages oder ganztags entweder im eigenen oder im Haushalt der Eltern durch eine Tagespflegeperson“ heißt es dazu auf der Internetseite des Landkreises. Dafür geeignete Tagespflegepersonen zu finden, gestalte sich allerdings nicht immer einfach, auch wenn die Nachfrage da sei. „Sie bedürfen einer Qualifizierung, die ihnen fundiertes Wissen und Kompetenzen vermittelt“, steht es in der zugehörigen Beschlussvorlage. Denn Kinder zu betreuen, begleiten und fördern sei eine verantwortungsvolle Aufgabe mit besonderen Anforderungen. Um den Bedarf langfristig zu decken, müsse daher das Angebot ausgebaut werden. Der „positive Vorschlag“ solle helfen, noch mehr Personal zu gewinnen, so der Ausschussvorsitzende Heinz-Hermann Holsten (CDU). Geschehen soll das künftig auch durch eine Kostenübernahme, denn die tragen die Tagespflegepersonen für das sogenannte DJI-Curriculum in der Regel selbst. Teilweise übernimmt das Jugendamt Kosten, doch ob und in welcher Höhe, sei landesweit unterschiedlich geregelt.

Der Bewerbermangel hatte es in der Vergangenheit notwendig gemacht, diese in andere Kreise zu vermitteln – um ihnen die Ausbildung überhaupt zu ermöglichen. Eine Werbekampagne soll nun das Interesse steigern, ebenso die Ausschreibung einer Qualifizierungsmaßnahme innerhalb des Landkreises. Damit das Angebot attraktiver wird, hat sich der Aussschuss einstimmig dafür ausgesprochen, die Kosten für den Kurs für Teilnehmer zu übernehmen, die ihren Hauptwohnsitz im Landkreis haben und sich bereit erklären, sich anschließend durch die Familienservicebüros vermitteln zu lassen – sofern es keine Förderung Dritter gibt. Mit diesen Maßnahmen soll die Zahl der Bewerber erhöht werden, um damit das Angebot in der Kindertagesbetreuung weiter ausbauen zu können.

Auf den Haushalt des laufenden Jahres habe dies keinen Einfluss, da die Anzahl der Bewerber überschaubar sei, heißt es weiter. Man wolle abwarten, wie sich das Angebot mit den neuen Maßnahmen entwickelt.

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