Vor dem großen Umbau

Wandel der Innenstadt nimmt an Fahrt auf

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In die Räume der jetzigen Karlstedt-Filiale am Rotenburger Pferdemarkt soll vorübergehend die Postbank mit Post-Service ziehen. Die Stadt prüft aktuell entsprechende Pläne, um Park- und Anfahrtsmöglichkeiten sicherzustellen.

Rotenburg - Von Michael Krüger. Vor Sommer 2020, sagt Rotenburgs Bauamtsleiter Clemens Bumann, geht es mit dem Bau des neuen Sparkassenhauses im Stadtkern nicht los. Die Weichen werden allerdings gestellt. Für den Umzug der Post gibt es eine Lösung. Der Wandel der Innenstadt nimmt an Fahrt auf.

Es ist keine Neuigkeit, dass sich das Bild der Rotenburger Innenstadt in den kommenden Jahren massiv verändern wird, aber nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen. Während Politik, Verwaltung und Unternehmerschaft noch um den „Masterplan“ ringen, werden die Weichen gestellt.

Der Umbau der bisherigen Postimmobilie zum sogenannten Sparkassenhaus wird die größte innerstädtische Baustelle. Schon 2015 hatte die damalige Sparkasse Rotenburg-Bremervörde das 5 200 Quadratmeter große Areal gekauft, einst hieß es, 2019 könnte alles fertig sein. Das ist es offensichtlich noch nicht, aber im Rathaus stellt man sich darauf ein, bald konkrete Planungsunterlagen des Bauherrn, der mittlerweile mit der Sparkasse Osterholz fusioniert ist, zu erhalten. „Dann können wir in die Diskussion einsteigen“, sagt Stadtplaner Clemens Bumann. Auf mindestens 15 Millionen Euro wurde das Umbauprojekt zuletzt taxiert. Was die Sache aber lange verzögert hat, waren die Gespräche mit den langjährigen Mietern. Für den Post-Zustellstützpunkt mit Postfachanlage ist an der Industriestraße ein Standort gefunden, und auch die Postbank mit dem Brief- und Paketgeschäft zieht in wenigen Monaten für die Bauphase um.

Die Sparkasse hat dafür quasi eine interne Lösung gefunden an ihrer Filiale am Pferdemarkt. Der Porzellanwarenfachhandel Karlstedt muss das Nebengebäude zum 30. Juni räumen und kehrt in sein Gebäude am Stammhaus in Visselhövede zurück. Geschäftsinhaber Michael Koch bedauert es, den Standort verlassen zu müssen. „Wir wären gerne in Rotenburg geblieben“, sagt er. Doch die neuen Mietverträge für einen gemeinsamen Umzug ins neue Sparkassenhaus wäre für ihn nicht tragbar gewesen, die Kosten hätten sich verdreifacht. Statt Karlstedt wird in dem Geschäftsraum, einst auch Auto-Ausstellungsraum, während der Umbauphase am Postgebäude die Postbank einziehen. Eine offizielle Bestätigung der Sparkasse gibt es dafür zwar noch nicht, aber aus dem Rathaus ist zu vernehmen, dass bereits die Pläne für Parkflächen und den Zuliefererverkehr geprüft werden. Weitere Nachfragen nach dem Planungsstand für ein mögliches Hotel, für Mieter im neuen Haus und für eine Nachnutzung am Pferdemarkt lässt die Sparkasse aktuell ebenso unbeantwortet. Sprecher Mathias Schröder verweist auf die Gremien des Kreditinstitutes, die noch zustimmen müssten: „Ab Mitte/Ende März werden wir voraussichtlich weitere Erkenntnisse gewonnen haben.“

Um Entwicklungspotenziale der Stadt insgesamt auszuloten, wird die Verwaltung in den kommenden Wochen ein Stadtentwicklungskonzept und ein Verkehrskonzept ausschreiben lassen. Jeweils 50 000 Euro sind dafür im Haushalt vorgesehen. Die Papiere, wenn sie wie erhofft 2020 vorliegen, sollen auch dazu dienen, die entsprechenden Fördertöpfe anzapfen zu können. Für Stadtplaner Bumann steht dann auch endlich der Umbau des Neuen Marktes in Aussicht. „Da muss sich etwas tun“, spielt er auf die jahrelange Debatte über die Attraktivität des östlichen Endes der Fußgängerzone an. Gespräche mit Hauseigentümern dort liefen bereits. „Es gibt Defizite an Gebäuden und an der Gestaltung“, sagt Bumann. Es gibt viel zu tun.

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