Neuer DFB-Präsident legt Bundestagsmandat noch nicht nieder

Grindel bleibt bis zur Sommerpause

Am Ostermontag war Reinhard Grindel (r.) zuletzt in Rotenburg auf dem Ahe-Sportplatz. Inzwischen ist er DFB-Boss. Sein Bundestagsmandat legt er aber erst im Sommer nieder. - Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Jetzt ist es also raus: Der am Freitag zum Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gewählte Rotenburger Reinhard Grindel wird sein Bundestagsmandat mit Beginn der Sommerpause, die das Parlament in Berlin einlegt, abgeben. Das verkündete der CDU-Politiker aus dem Wahlkreis 35 (Rotenburg I / Heidekreis) in einem Interview im Aktuellen Sportstudio des ZDF.

Ursprünglich sollte diese Entscheidung erst am Donnerstag auf einer Pressekonferenz der CDU des Landkreises Rotenburg und des Heidekreises bekanntgegeben werden und womöglich auch über die Nachfolge der 54-Jährigen für die Bundestagswahl 2017 gesprochen werden. Nachfragen hatte Grindel bisher stets abgeblockt. Auch nach seiner Wahl am Freitag an die Spitze des DFB war er nebulös in seiner Aussage geblieben. Da hieß es nur, er werde sein Amt zwar niederlegen, aber nicht sofort.

Jetzt erklärte Grindel auf die Nachfrage von ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein: „Ich habe noch ein, zwei Gesetzgebungsverfahren, wo ich Berichterstatter bin, und damit die von der Zeitabfolge dann auch verabschiedet werden können, mache ich das zu Ende. Ich finde es ganz wichtig, dass man nicht sofort, wenn man einen anderen Job hat, sagt: ,Ich reiße jetzt alle Zelte ein.‘ Ich mache das ordentlich zu Ende in meinem Wahlkreis. Ich bin direkt gewählter Abgeordneter, aber wenn die Sommerpause beginnt, konzentriere ich mich ganz auf den DFB.“

Die letzte Sitzungswoche vor den „Ferien“ in Berlin endet am 8. Juli – und damit dann auch Grindels 14-jähriges Gastspiel in der Hauptstadt. Grindels Nachrückerin bis 2017 ist Kathrin Rösel aus dem Landkreis Gifhorn.

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