Außergewöhnliches Ensemble für Wettbewerb

Kreative Feuerstelle: Der Grillmeister als Discjockey

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Patrick Kroll und seine Frau Katharina beim Bauen ihres Grillensembles.

Rotenburg - Von Bettina Diercks. Wie kreativ sich Langeweile auswirken kann, beweisen derzeit Katharina und Patrick Kroll aus Rotenburg. Sie bauen das vielleicht weltweit innovativste Grillensemble. Die beiden hoffen, damit den Sieg beim diesjährigen „Grill & Chill“-Contest des Schraubenherstellers Spax davonzutragen.

Gemeinsam mit der Baumarktkette Toom hat dieser den Wettbewerb „Wer baut den besten Grillplatz?“ aus Holz ausgeschrieben. Unter den Einsendungen wurden bundesweit zehn Teams mit den interessantesten Projekten ausgewählt. Krolls gehören zu dieser Top Ten. Nun entscheidet das Publikums im Internet. Ihr Voting beginnt am Sonntag.

Patrick Kroll hatte im Frühjahr eine Werbung für den Wettbewerb auf Facebook entdeckt. Ostern fragte er dann den Rest der Familie, ob er sich bewerben solle. Die stimmte zu. „Ich habe zwei Tage an dem Konzept gesessen“, erinnert sich Kroll. „Ich bin bei der Berufsfeuerwehr, deshalb habe ich viel Freizeit. Die ufert manchmal in Langeweile aus“, sagt er. Wie zu Ostern, da lief Kroll zur Höchstform auf und plante einen Grillplatz, den es vielleicht tatsächlich weltweit noch nicht gibt. In Art eines DJ-Pults, mit Bratenrutsche und rollbarem Tisch, der einfach unter dem Holzbauwerk verschwindet, wenn er nicht benötigt wird. „Ich baue gerne Sachen, die andere nicht haben“, sagt der gelernte Karrosserie- und Fahrzeugbauer.

In seinem frühere Berufsleben wurde er immer wieder mit irrwitzigen Ideen von Kunden konfrontiert, die es umzusetzen galt – daher Krolls Faible für kniffelige, ungewöhnliche Werke. „Auf die Idee kam ich, weil man als Griller irgendwie immer mit dem Rücken zu seinen Gästen steht oder kaum Kontakt zu den Leuten hat.“

Dann kam die Mitteilung der Veranstalter. „Ihr seid unter den ersten Zehn“, hieß es. Doch jetzt fing die Arbeit für Familie Kroll erst an: Jetzt hieß es, den Traum Realität werden zu lassen, Material einzukaufen und loszulegen, denn am 3. Juli muss der Grillplatz fertig und einsatzbereit sein.

„Ich hatte den Garten gerade fertig“, sagt Katharina Kroll lachend. „Als wir erfahren haben, dass wir unter den ersten Zehn sind, war das ein echter Ansporn.“ Familienmotto der Krolls, die zu jeder Jahreszeit ihren Grill anschmeißen und alles mögliche darauf ausprobieren: „Es gibt viel zu toom, spaxen wir’s an.“ Vom Baumarkt gab es einen Einkaufsgutschein im Wert von 300 Euro und alle für den Grillplatz benötigten Produkte des Schraubenherrstellers wurden gratis gestellt.

Auf gut elf Quadratmetern entsteht jetzt der Grillplatz aus Douglasie. Etwa drei Meter soll er am Ende hoch sein. Mit den Nachbarn haben die familienmitglieder über ihr Vorhaben gesprochen und ihnen eine Einladung zur Einweihungsparty für bis zu 30 Personen in Aussicht gestellt, sollten sie gewinnen. Die beiden Sponsoren sichern dem Gewinnerteam neben der Siegerprämien in Höhe von 1000 Euro auch die Finanzierung der Einweihungsparty zu. Platz zwei erhält immerhin 750 Euro und der dritte 500 Euro.

Herausforderung Bratenrutsche

„Bisher habe ich gut 1500 Schrauben verbraucht, am Ende dürften es gut 2000 Stück sein“, sagt Kroll, der außerdem einen Getränkekühler gebaut hat, der im Boden versenkt wird. Ausgefahren wird er über eine elektrisch betriebene Seilwinde. Um den Tisch herum stehen acht selbstgebaute Hocker. Hauptknackpunkt in der Konstruktion war die Biegung der Bratenrutsche. Der DJ-Grillmeister lässt das fertig Gegrillte auf die Metallrutsche gleiten und der Winkel muss genau so abgestimmt sein, dass das Grillgut weit genug auf der Bratenrutsche durchgleitet, die das Mittelstück des Tisches bildet.

Unlösbar war das für den Fahrzeugbauer natürlich nicht. Eins war für ihn und seine Familie ganz entscheidend: Auf Qualität bei seinem Bauwerk zu achten, damit es später und vor allem nicht allzu schnell zu bösen Überraschungen kommt. Lustiger Moment war für die Krolls, als sie merkten, dass der Tisch zu kurz ist und umgeplant werden muss. Da alle mit anpacken, auch Tochter Ann-Kathrin (16) und Sohn Jan-Hendrik (15), ist das für das perfekt aufeinander abgestimmte Grillteam kein Problem.

www.grillandchill.spax.com

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